Recklinghausen

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Montagsdemo gegen türkische Invasion

130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer protestierten am gestrigen Montag, 28. Oktober in Recklinghausen gegen den Überfall des faschistischen Erdogan-Regimes auf Rojava.

Korrespondenz aus Recklinghausen
Montagsdemo gegen türkische Invasion
Bild von einer Demonstration am 14. Oktober in Recklinghausen (Foto: Korrespondent)

Viele Organisationen beteiligten sich mit Redebeiträgen, Liedern und Berichten aus dem Kriegsgebiet an der Veranstaltung. Darunter waren unter anderem der Frauenverband Courage, die Montagsdemo, Rotes Recklinghausen, Kurden aus Rojava und anderen Teilen Kurdistans, das Internationalistische Bündnis, die MLPD, ihr Jugendverband REBELL und die Umweltgewerkschaft.

 

Besonders betroffen machten Wortmeldungen von Müttern mit ihren Kindern, die das ganze Ausmaß des Verbrechens gegen das kurdische Volk verdeutlichten; Empörung wurde vielfach darüber geäußert, dass die imperialistischen Großmächte mit Scheinlösungen über die Köpfe der Kurden hinweg mit einem Friedensdiktat ihre eigenen Interessen durchsetzen wollen, nachdem die USA selbst die Aggression Erdogans mit ihrem Rückzug ermöglicht haben; sie zerstören damit den Aufbau Rojavas als eine sozialistische Perspektive für die Menschen vor Ort und verursachen damit weitere Flüchtlingswellen.

 

Es wurden 115 Euro Spenden gesammelt; die Demonstration wird nach mehrheitlichem Beschluss der Teilnehmer am 11. November fortgesetzt. Darüber hinaus werden wir uns weiter zusammenschließen, um gegen die Faschisierung der Regierungen zu kämpfen. Es wurden am Rande der Demonstration einige persönliche Gespräche mit Passanten geführt, die deutlich machen, dass es noch zu wenig Kenntnisse über die wahren Vorgänge in Rojava gibt. Die hiesigen Medien berichten eher einseitig und setzen sich zu wenig mit der Lage der Betroffenen auseinander. Das offene Mikrophon der Montagsdemo steht nicht nur den Kurden zu Verfügung, sondern allen unterdrückten Völkern.