Nepal

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Kleines Gedenken an die Erdbebenopfer von 2015

Unsere selbstorganisierte People-to-People-Reisegruppe wandert gerade durch das Langtang-Gebiet in Nepal.

People-To-People-Urlaubskorrespondenz
Kleines Gedenken an die Erdbebenopfer von 2015
Gelebte Solidarität in Nepal (rf-foto)

In diesem Gebiet sind 2015 während des Erdbebens ungefähr 300 Menschen umgekommen. Der Ort Langtang wurde damals vollkommen verschüttet. Dort starben ungefähr 30 Menschen. Das Dorf wurde durch viel Eigeninitiative und Unterstützung von Menschen aus verschiedenen Ländern wieder aufgebaut. In dem Tal haben sich die Menschen selbst organisiert, um dies voranzubringen. Wir haben an dem Ort gemeinsam mit unseren Begleitern eine kleine Gedenkveranstaltung durchgeführt. Es folgt unsere kurze Ansprache:

 

„Wir stehen hier, um der Opfer des Erdbebens zu gedenken. Mehr als 300 Menschen starben hier in der Langtang-Region – Mütter, Väter, Kinder. Wir, eine deutsche Gruppe der MLPD, haben enge Verbindungen zur revolutionären Bewegung in Nepal. Als Verantwortliche meiner Partei für Nepal fühle ich mich tief betroffen, da ich viele Male hier in Nepal war.

 

In 2014 war ich ebenso hier im Langtang-Gebiet und habe hier die Menschen getroffen und mit ihnen gesprochen. Ich bin nicht nur traurig, ich bin ebenso stolz auf die Menschen, die dieses Dorf wieder aufgebaut haben. Wir habe gehört, dass die Menschen sich selbst zum Wiederaufbau organisiert haben. Sich zu organisieren ist eine wichtige Sache für den Kampf um die gemeinsamen Interessen.“

 

Ein weiterer Reiseteilnehmer ergänzte: "Am 25 April 2015 verursachte das Erdbeben einen Erdrutsch, der das Dorf Langtang in wenigen Minuten verschüttete. Unsere tiefe Trauer über all die Toten lässt uns fragen: Warum ist das passiert? Können Erdbeben verhindert werden? Nein, wir können sie nicht verhindern. Aber wir können einen großen Teil der Schäden und vor allem der Opfer verhindern. Denn Erdbeben können bis zu einem gewissen Ausmaß vorhergesagt werden. Es ist auch möglich, erdbebensicher zu bauen. Die Menschheit hat viele Erfahrungen gesammelt und umfangreiche Forschungen zu Erdbeben und seinen Folgen angestellt. Hier an diesem Ort fordern wir, dass diese Kenntnisse im höchstmöglichen Maß zum Wohle der Menschen angewendet werden. Das ist ein Grund, warum wir für eine andere Gesellschaft kämpfen, in der die Einheit von Mensch und Natur verwirklicht ist." Gemeinsam mit unseren nepalesischen Begleitern beendeten wir unser Gedenken mit einer Minute der Erinnerung und dem Summen der Internationale.¹