Binz auf Rügen

Binz auf Rügen

Größte Demo seit 1989 gegen offen faschistischen Flügel der AfD

Am gestrigen 24. November fand in Binz auf Rügen ein Protesttag der besonderen Art mit Demonstrationen und Kundgebungen gegen das bundesweite Treffen des offen faschistischen Partei-“Flügels“ der AfD statt.

Korrespondenz
Größte Demo seit 1989 gegen offen faschistischen Flügel der AfD
Der größte antifaschistische Protest, den Binz auf Rügen seit Jahren gesehen hat (rf-foto)

Zu dem antifaschistischen Protest in Binz auf Rügen hatten das „Bündnis für Rügen - Stralsund - Greifswald“, antifaschistische Einzelpersonen und verschiedene antifaschistische Jugendgruppen aufgerufen. Sogar aus Berlin kamen zwei Busse mit jungen Leuten, um den Protest an der Ostsee zu unterstützen.

Mindestens 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

In meinem Zugegensein wurde dem Binzer Bürgermeister die Zahl von 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekanntgegeben, welche von den bürgerlichen Medien und der Polizei auf 500 gestutzt wurden. Alle die dabei waren, empfanden jedoch die Teilnehmerzahl als bei gut 1000 liegend.

 

Auch der Bürgermeister nahm an der Protestaktion gegen die von gut 100 Landespolizisten abgeriegelte Tagung des offen faschistischen AfD-Flügels in seiner Gemeinde teil.

Krachende Niederlage für Spalter und Liquidatoren

Es waren Menschen von Linkspartei, SPD, Grünen bis MLPD, aber auch sehr viele nicht politisch organisierte oder gebundene Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Sorge um ihre demokratischen Rechte gekommen. So wurde innerhalb weniger Tage die größte Demonstration nach 1989 in Binz organisiert. Es die größte antifaschistische Demonstration, welche dieses Ostseebad seit ewigen Zeiten je erlebt hatte.

 

Im Vorfeld und bei der Organisierung der Proteste mussten jedoch Bestrebungen überwunden werden, wie wir sie inzwischen aus vielen Protestdemonstrationen kennen. Offensichtlich wollten kleinbürgerliche Antifaschisten nicht, dass Parteifahnen und entsprechende Willensbekundungen in schriftlicher Form mitgetragen werden. Diese Vertreter konnten sich nicht durchsetzen und erlitten eine krachende Niederlage.

 

Kein Mensch störte sich an den Fahnen von SPD, Linkspartei und MLPD. Im Gegenteil: Es gab sehr viele angeregte und informative Gespräche, Spenden und einen interessierten Kontaktwunsch. Die Broschüre über das Wesen der AfD wurde vor allem von Jugendlichen sehr gern genommen. Nach 17 Uhr wurde dieser antifaschistische Tag in Binz beendet.