IG Metall

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Betriebsübergreifender Aktionstag in der Region Schweinfurt

Über 3000 Kolleginnen und Kollegen folgten heute dem Aufruf der IG Metall zum Aktionstag in Schweinfurt und verließen für mindestens zwei Stunden ihren Arbeitsplatz.

Korrespondenz
Betriebsübergreifender Aktionstag in der Region Schweinfurt
Trotz Regen waren 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Kundgebungsort (rf-foto)

Traditionell wurde aus den Großbetrieben zum Kundgebungsort des IG Metall-Aktionstags in der Region Schweinfurt demonstriert. Nordbayern mit vielen Zulieferbetrieben der Autoindustrie ist schon mehr von der eingeleiteten Wirtschaftkrise betroffen. Seit Mitte letzten Jahres versuchen zum Beispiel die SKF-Bosse Arbeitsplätze zu vernichten und gleichzeitig Löhne abzubauen, was jetzt noch intensiviert werden soll. Bei Schaeffler soll die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich reduziert werden usw.

 

In einer Erklärung der Landesleitung Bayern der MLPD wurde der Aktionstag begrüßt: „Das ist genau das richtige Signal“. Die Erklärung wurde gerne genommen und teilweise - im Regen - schon interessiert gelesen. „So was müsste öfter verteilt werden“ sagte ein Kollege. „Aber dazu brauchen wir auch dich“ war die Antwort.

 

Die Erklärung ging besonders auf die „Beschäftigungssicherung“ ein, die jetzt in etlichen Betrieben der eingeleiteten Wirtschaftskrise geopfert werden soll. So will Michelin in Bamberg schließen, obwohl sie so einen Vertrag haben.

 

„Gibt es Kürzungen beim Einkommen die nicht zu Lasten der Familien gehen? Gibt es abgebaute Stellen, die nicht in Zukunft der Jugend fehlen? Nein“, hieß es weiter in der Erklärung.

 

Vertreter der IG Metall orientierten dennoch auf die „Vernunft der Unternehmer“, mit klugen Lösungen Arbeitsplätze zu „sichern“. Darüber gab es viele Diskussionen.

 

Die Erklärung rief auch dazu auf, sich am 29. November an Fridays for Future und dem ICOR¹-Umweltkampftag zu beteiligen. Denn wir brauchen beides: Arbeitsplätze und Umweltschutz.