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Dunja Hayali liest aus ihrem Buch "Haymatland"

Am Montag war die bekannte Journalistin Dunja Hayali zur Vorstellung ihres Buches "Haymatland" in Erlangen.

Korrespondenz
Dunja Hayali liest aus ihrem Buch "Haymatland"
Dunja Hayali mit ihrer Laudatorin Iris Berben beim Radio Regenbogen Award 2017 im Europa-Park in Rust (foto: Sven Mandel - Eigenes Werk (CC BY-SA 4.0))

Die Buchhandlung, in der Dunja Hayali ihr Buch vorstellte, war mit weit über hundert Besuchern bis auf den letzten Platz besetzt. Dunja Hayali wurde 1974 in Datteln als Tochter irakischer Eltern geboren, die in Deutschland heimisch wurden. Als sie über die üblen Beleidigungen, Bedrohungen und Beschimpfungen berichtete, die sie permanent bekommt, stockte den Zuhörern fast der Atem. Ihre mutige Haltung gegen diese Attacken bekam viel und langen Beifall.

Dunja Hayali ging auch auf die Fragen der Zuhörer ein. Zur Migration hat sie ein positives Verhältnis, es hat diese seit Menschengedenken gegeben und sie hat eine fortschrittliche Rolle gespielt. Sie stimmte der Aussage zu, dass das Ansehen der Migration weiter verbessert werden muss. Gegen die Behauptung des reaktionären Innenministers Horst Seehofer (CSU), sie sei die Mutter aller Probleme, muss argumentiert werden.

 

Die Fragen der Bildung und Pflege liegen ihr besonders am Herzen, die Missstände dabei können nicht den Flüchtlingen in die Schuhe geschoben werden. Eine Zuhörerin zweifelte die Urteilskraft und Rolle des Verfassungsschutzes an, denn dieser ist selbst teilweise in faschistische Aktivitäten wie beim NSU verstrickt. Deswegen kann er mit seinen Behauptungen kein Beweis für die "Verfassungsfeindlichkeit", z.B. gegen linke Organisationen, sein. Sie erwähnte, dass sie ein distanziertes Verhältnis zu ihm hat ,wegen seiner zweifelhaften Rolle, jedoch vertraut sie ihm immer noch im Wesentlichen.

 

Bei der Signierung übergab ich ihr die Broschüre "Bürgerliche Flüchtlingspolitik in der Krise – 12 Argumente der MLPD". Sie nahm sie gerne an und versprach, sie zu lesen. Es lohnt sich, ihre Buchvorstellungen zu besuchen und mutig und selbstbewusst unseren Standpunkt zum Recht auf Flucht und gegen die Rechtsentwicklung der Bundesregierung  zu vertreten.