Flüchtlingspolitischer Kongress

Flüchtlingspolitischer Kongress

Selbstorganisiert, bewegend, solidarisch, ermutigend, kämpferisch

Stuttgart-Untertürkheim, 30. November. Etwa 180 Menschen trafen sich zu diesem Kongress im Arbeiterbildungszentrum Süd in Stuttgart.

Korrespondenz aus Ludwigsburg
Selbstorganisiert, bewegend, solidarisch, ermutigend, kämpferisch
Das Kongress fand im Arbeiterbildungszentrum Süd in Stuttgart statt (rf-foto)

Unter ihnen Flüchtlinge aus 20 Ländern Afrikas, Asiens und Europas; teilweise mit ihren Familien. Auf dem Podium – neben Alassa Mfouapon – und Rechtsanwalt Roland Meister - Flüchtlinge, die Opfer von Polizeigewalt geworden sind, die diskriminiert, schikaniert und bedroht werden – sich aber entschieden haben dagegen ihre Stimme zu erheben. Außerdem: ein Vertreter einer ICOR-Mitgliedsorganisation aus Afrika, eine Frau aus Hamburg vom Verein „African Women Empowerment“, Reinhard Funk für die MLPD, eine engagierte Flüchtlingshelferin vom Bodensee. Kompetent moderierten Monika Gärtner-Engel und Austine Solution Josiah das Programm.

Kongress zeigt Fluchtursachen auf

Zahlreiche, sehr bewegende Referate, Analysen, Beiträge von Betroffenen und Wortmeldungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kongressen zeigten die Ursachen von Flucht und Vertreibung auf und griffen sie an: (Neo-)Kolonialismus, die Ausplünderung ganzer Kontinente, Kriege, Zerstörung der Umwelt und der Lebensgrundlagen der Menschen haben sich unter den heutigen imperialistischen Machtverhältnissen ins schier Unermessliche verschärft. Das sind die wirklichen Fluchtursachen! Der deutsche Imperialismus spielt dabei eine führende Rolle.

 

Der Kongress blieb nicht stehen bei der Schilderung und dem Anprangern des Imperialismus. Er gab einen optimistischen Ausblick: Große Fluchtbewegungen sind Vorboten großer gesellschaftlicher Veränderungen. Das ist eine historische Erfahrung. Der Flüchtlingspolitische Kongress war ein  Ratschlag, der den engen Schulterschluss der Flüchtlinge mit demokratischen und revolutionären Kräften demonstrierte und vorlebte.

„Handlungs-Kodex“  „Jetzt reden wir - 2.0“

In der Schlussdiskussion wurde ein ganzes Programm an Handlungsperspektiven vorgestellt und beschlossen, Verbindungen untereinander neu geknüpft oder vertieft. Dieser „Handlungs-Kodex“ unter dem Titel „Jetzt reden wir - 2.0“ wird demnächst als programmatische Erklärung vom Freundeskreis Alassa & Friends veröffentlicht um diese erfolgreich begonnene Bewegung weiter auszubauen.