Frankfurt am Main

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AStA der Goethe-Universität diffamiert Kritiker

Seit letzten Sommer in der Soziologie-Fachschaft an der Goethe-Universität Wandschmierereien auftauchten, die klar rassistisch, sexistisch und antikommunistisch waren („Bomb Iran“, „Busenfreiheit statt Kopftuch“, „MLPD jagen“, „MLPD zerschlagen“, „SDS verbieten“), reißt die Kritik daran nicht ab.

Von Landesleitung Rheinland-Pfalz / Hessen / Saarland der MLPD
AStA der Goethe-Universität diffamiert Kritiker
Der Campus Westend der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität im ehemaligen IG-Farben-Gebäude in Frankfurt am Main (foto: Sith Cookie (CC BY-SA 3.0))

Unzählige Studierende der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität protestierten dagegen mit ihrer Unterschrift. Obwohl sich die Fachschaft trotz Kritik von REBELL, MLPD, SDS, KO (Kommunistische Organisation) und Hunderten Studierenden nicht dazu „durchringen“ konnte, die Hetze zu ächten, war der Wandschmierer Marcel Lemmer, der jede Entschuldigung verweigert, zusehends isoliert. Er musste aus der Fachschaft zurücktreten.

 

Jetzt schaltet sich der AStA ein. Statt auch nur ein Wort zum Inhalt der unsäglichen Schmierereien zu verlieren, werden Kritikerinnen und Kritiker, namentlich MLPD und SDS, mit vollkommen fadenscheinigen Anschuldigungen als „Antisemiten“ und „Terrorunterstützer“ verleumdet.

 

Sie setzen sogar noch einen drauf, indem sie die namentliche Nennung des bekennenden Wandschmierers und Haupthetzers Marcel Lemmer, ehemaliges Mitglied der Fachschaft, als „Outing“ und „Diffamierungskampagne“ darstellen. Statt den Hetzer zu decken, ist es Aufgabe des AStA, ihn zu verurteilen und eine überparteiliche Fachschaftsarbeit auf antifaschistischer und antirassistischer Grundlage durchzusetzen! ...

 

Warum lässt sich der AStA in dieser Auseinandersetzung dazu instrumentalisieren, Spaltung und Verwirrung in den klaren antifaschistischen und antirassistischen Standpunkt der Masse der Studierenden zu treiben?

 

Wir erleben momentan eine verschärfte Rechtsentwicklung vieler Regierungen, darunter auch der deutschen und der israelischen. Diese geht so weit, dass wir mittlerweile sogar in Deutschland von einer faschistischen Gefahr sprechen müssen. Proteste und Massenbewegungen wie Fridays for Future (FFF) reißen nicht ab. In dieser Situation treten seit einiger Zeit die sogenannten „Antideutschen“ auf. Sie verleumden jeden, der die Regierung Israels kritisiert als „antisemitisch“ ... Die „Antideutschen“ sind weder links noch antifaschistisch, sie sind extreme Vertreter und Verfechter der Rechtsentwicklung ...

 

Merkwürdig, dass der AStA genau diese „antideutschen“ Positionen übernimmt, und das in Zeiten, in denen es nötig ist, eine antifaschistische Einheitsfront aufzubauen! ...