SIPRI-Report

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Waffenverkäufe legen 2018 um 4,6 Prozent zu

2018 steigerten sich die weltweiten Waffenverkäufe dem Forschungsinstitut SIPRI zufolge um 4,6 Prozent.

Von Landesleitung Bayern der MLPD

Als Waffenverkäufe wertet SIPRI jeglichen Verkauf militärischer Güter und Dienstleistungen an militärische Abnehmer im In- wie im Ausland. Seit 2002 haben die Verkäufe insgesamt um knapp 47 Prozent zugenommen.

 

Während der Spitzenreiter USA (Anteil Waffenverkäufe: etwa 59 Prozent) seine Rüstungsexporte 2018 weiter steigerte (+7,2 Prozent), konnte Europa (Anteil: 24 Prozent) den Umfang halten (+0,7 Prozent). Deutschland (Anteil: 2 Prozent) fiel zeitweilig zurück (-3,8 Prozent).

 

Die umsatzstärksten Waffenschmieden befinden sich laut SIPRI alle in den USA: Die insgesamt 43 gelisteten amerikanischen Hersteller verkauften 2018 Waren in einem Gesamtwert von 246 Milliarden US-Dollar.

Vier deutsche Konzerne im weltweiten Rüstungsgeschäft

Die europaweit höchsten Rüstungsumsätze erzielten britische Firmen mit 35,1 Milliarden US-Dollar, gefolgt von französischen (23,2 Milliarden US-Dollar). Die vier gelisteten deutschen Firmen Rheinmetall, Thyssenkrupp, Krauss-Maffei Wegmann und Hensoldt kamen zusammen auf 8,4 Milliarden US-Dollar.

 

Steigenden Lieferungen militärischer Fahrzeuge von Rheinmetall an die Bundeswehr stehe ein Rückgang der Verkaufszahlen bei der Marinesparte von ThyssenKrupp entgegen, so SIPRI-Forscher Pieter D. Wezeman.

 

Die von der neuen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) geplanten Steigerungen der Militärausgaben zielen offenbar auch darauf ab, die Geschäfte der deutschen Rüstungskonzerne verstärkt anzukurbeln.