Rojava verteidigen

Rojava verteidigen

Helft mit beim Ausbau des ICOR-Gesundheitszentrums in Kobane!

Aktuell wird die Lage in der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien (Rojava) durch das weitere Vordringen der Armee des faschistischen Erdoğan-Regimes geprägt.

Von hodo
Helft mit beim Ausbau des ICOR-Gesundheitszentrums in Kobane!
Kleine Feier zum dritten "Geburtstag" der ICOR-Klinik in Kobanê (rf-foto)

Das faschistische Erdoğan-Regime treibt die Besetzung der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyriens immer weiter über das Gebiet zwischen Gire Spi (Tall Abyad) und Serekaniye (Ras al-Ain) hinaus. Die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) hatten dem Abzug ihrer Truppen in diesem Gebiet zugestimmt, um die Angriffe der Türkei zu stoppen und einen langfristigen Waffenstillstand umzusetzen.

 

YPJ-Kämpferinnen
YPJ-Kämpferinnen

In Kürze

  • Das faschistische türkische Regime rückt klamheimlich und völkerrechtswidrig in Rojava vor
  • Umso mehr wird die ICOR-Geburtsklinik in Kobanê gebraucht
  • Auf der Benefizveranstaltung beim Weihnachtsmarkt der Horster Mitte wurden 555 Euro dafür gesammelt

Jetzt gibt es ständige Angriffe auf die Straße M4. Weder das Abkommen zwischen den USA und der Türkei noch das zwischen Russland und Ankara, und schon gar nicht das Völker- und Menschenrecht berechtigen das Erdoğan-Regime dazu.

Klammheimliches Vorrücken der türkischen Armee

Die USA und Russland setzen dem nichts entgegen. Weder gibt es eine Verurteilung durch die Bundesregierung noch erwähnen die bürgerlichen Medien in Deutschland das weitere klammheimliche Vorrücken der türkischen Armee auf syrischen Boden. Die demokratische Revolution in Nordsyrien soll liquidiert werden, das ist das politische Interesse aller Imperialisten. Gleichzeitig findet ein Machtkampf um das Öl in Rojava statt. Daher sind immer noch 500 US-Soldaten vor Ort stationiert.

 

300.000 Menschen sind bisher vertrieben worden. Jetzt wirbt der faschistische Diktator der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, um die „Rückkehr“ von Turkmenen in die besetzten Gebiete. Es findet eine rassistische Turkisierung kurdischen, arabischen und aramäischen Bodens statt. Das widerlegt die Demagogie, es ginge darum, „Flüchtlinge anzusiedeln“.

 

Ein Vertreter des Ezidischen Vereins Wesel berichtete auf einem Benefizabend auf dem Weihnachtsmarkt der Horster Mitte in Gelsenkirchen von den Luftangriffen der türkischen Armee auf Shengal. Auch hier droht ein Genozid.

Heldenhafter Widerstand

Die stellvertretende Ko-Vorsitzende der Autonomieverwaltung Nord- und Ostsyriens, Emine Ose, erklärte: „Die Menschen Nord- und Ostsyriens werden ihr Projekt verteidigen, koste es, was es wolle.“¹

 

Sie leisten einen heldenhaften Widerstand. Täglich gibt es Protestdemonstrationen gegen türkische und russische Truppen. Der Kampf erfordert gleichzeitig viele Opfer. Täglich sterben 20 Kämpferinnen und Kämpfer der YPG/YPJ (Volks- und Frauenverteidigungseinheiten).

ICOR-Solidaritätspakt wird weiter eingelöst

Gefordert ist der gemeinsame Kampf der kurdischen Bewegung und der internationalen Arbeiter- und revolutionären Bewegung gegen Ausbeutung und Unterdrückung, für Frieden, Freiheit und Sozialismus. Auf internationaler Ebene steht dafür der Solidaritätspakt der ICOR¹ mit dem kurdischen Befreiungskampf.

 

Dazu gehört der mit der Selbstverwaltung vereinbarte ökologische Ausbau des Gesundheitszentrums in Kobanê, das Internationale Brigaden der ICOR kurz nach der Befreiung der Stadt vom faschistischen IS im Jahr 2015 zu bauen begonnen hatten. Es wird heute als Geburtsklinik genutzt und mehr denn je gebraucht. In der Zeit von September 2016 bis Mai 2019 wurden:

  • 32.619 Patientinnen behandelt
  • 9.897 Babys entbunden, zusätzlich 3.924 mit Kaiserschnitt, insgesamt also 13.821
  • 1.245 Babys im Inkubator versorgt
  • 7.157 Laboruntersuchungen durchgeführt

 
Die Müttersterblichkeit war bei Null, die Säuglingssterblichkeit lag bei nur sieben Babys. Aber der Krieg hat Auswirkungen. Die Zahl der Fehlgeburten und der Totgeburten schnellte vor allem in den letzten Monaten hoch - eine Folge des Angriffskriegs des faschistischen Regimes in der Türkei.

Bewegender Benefiz-Abend

In Deutschland muss der Kampf gegen die Zusammenarbeit der Bundesregierung mit dem faschistischen Erdoğan-Regime gerichtet werden. Dazu gehört die Organisierung der internationalen Solidarität.

 

Im Rahmen des Weihnachtsmarktes der Horster Mitte fand am 3. Dezember ein Benefiz-Abend der MLPD zur Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf in Kobanê und Shengal sowie zur Arbeit des ICOR-Gesundheitszentrums in Kobanê statt. Mit 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war das Zelt übervoll. Darunter waren viele kurdische Freunde. Durch den Abend führte Horst Dotten, Metallarbeiter und ICOR-Brigadist.

 

Es wurden 555 Euro Spenden gesammelt, die zum ökologischen Ausbau des ICOR-Gesundheitszentrums genutzt werden. Die Summe setzt sich unter anderem aus Essensspenden, Einzelspenden, davon 50 Euro der Wohngebietsgruppe Gelsenkirchen-Horst der MLPD, und dem kostenlosen Auftritt des kurdischen Sängers Roni mit bewegenden und kämpferischen Liedern zusammen. „Gerne leiste ich für das ICOR-Gesundheitszentrum meinen Beitrag“, so Roni.

 

Die Spenden sind für Material und für eine neunte Brigade zum Ausbau der Fotovoltaikanlage bestimmt. Ausschnitte des Films „Den Sieg sichern“ und Beiträge der Brigadistinnen und Brigadisten stellten die Arbeit zum ICOR-Gesundheitszentrum vor.

 

Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der ICOR legte dar, welche Bedeutung der Ausbau der Fotovoltaikanlage des Gesundheitszentrums zum autarken Betrieb hat. Die Möglichkeit, die Sonnenenergie zu nutzen wird die Unabhängigkeit der Selbstverwaltung in der Energieversorgung - unter anderem von der Türkei - stärken.

Beitrag zur Stärkung der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien

Die Klinik ist ein leuchtendes Projekt für den Aufbau von Kobanê. Die Unterstützung dieser Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien.

 

Hände weg von Rojava!

Anerkennung der demokratischen Konföderation Nord- und Ostsyriens!

Für Frieden, Freiheit und Sozialismus!

Spendet für das ICOR-Gesundheitszentrum!

Spenden für das ICOR-Gesundheitszentrum an:

„Solidarität International e.V.“:

IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84, BIC: FFVB DEFF (Frankfurter Volksbank)

Stichwort: „Medizin für Rojava“

 

Hier kann der Film "Den Sieg sichern" gekauft werden