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Proteste gegen Putins Umweltpolitik: "Gebt unseren Kindern Luft!“

Während das neuimperialistische Russland riesige Summen für Rüstung und Militär ausgibt, wird zugleich das Land durch die Raubbaupolitik an den Ressourcen, die das Putin-Regime zum Zwecke der Deviseneinnahmen exportiert, zerstört. Der Raubbau an den Menschen gehört mit dazu und ist allgegenwärtig. Ein Beispiel dafür ist die verheerende Müllpolitik. Proteste dagegen gibt es in fast allen Regionen Russlands.

Korrespondenz
Proteste gegen Putins Umweltpolitik: "Gebt unseren Kindern Luft!“
Mülldeponie (foto: gemeinfrei)

Nach offiziellen Angaben werden in Russland jährlich 40 bis 60 Millionen Tonnen feste Abfälle erzeugt. Der größte Teil des Abfalls wird ohne Sortierung und Dekontamination auf Deponien entsorgt.

 

Zu den Problemregionen Russlands, die heute nur einen Schritt vom Müllzusammenbruch entfernt sind, gehören nach Angaben des Ministerium für Naturressoursen die Regionen Tuva, Magadan und Tomsk, und damit die Städte Tscheljabinsk und Nowosibirsk. Darüber hinaus gehören als weitere Regionen dazu Nordossetien - Alanien, Kabardino-Balkarien, Magadan, Wologda, sowie der Kreis Krasnojarsk oder, zum Beispiel, die Region Kursk. Diese Angaben sind sicher sogar noch eine Beschönigung, weil auch im Zentrum Russlands der Müll buchstäblich zum Himmel stinkt.

Größte Deponie Europas geplant

So kritisieren Umweltaktivisten im Internet: „Anstatt die Abfallerzeugung zu reduzieren und getrennt zu sammeln, werden neue Deponien gebaut. In Nordeuropa, in den Sümpfen in der Nähe der Station Schies, wird die größte Deponie Europas geplant. Die zahlreichen Flüsse und Bäche, die aus diesen Sümpfen fließen, werden unsere empfindliche Natur jahrzehntelang bis zum Weißen Meer vergiften.“

 

Die Bewohner des Stadtteils Nekrasowka im Südosten Moskaus protestieren gegen die Müllverbrennungsanlage Nr. 4, die jährlich 530 Tonnen giftige Abfälle emittiert, darunter Schwefelsäure, Quecksilber und Dioxine. Sie fordern: "Gebt unseren Kindern Luft! Hört auf, uns zu vergiften!“

Proteste gegen Müllmafia

Empörung herrscht über die Müllmafia und ihre Zusammenarbeit mit den Behörden. Eine Aktivistin schreibt: „Die Deponierung von Müll ist viel rentabler als die Wiederverwertung und Entsorgung. Die Könige des Müllgeschäfts, die Schlagbäume errichten und Geld von Müllwagen kassieren, wollen keine Änderungen. Sie verschleppen Reformen und tragen Koffer voller Geld in die Büros der örtlichen führenden Beamten. Diese wiederum unterstützen sie.“