Bamberg

Bamberg

Was hat sich da hinter den Kulissen abgespielt?

Vor einiger Zeit hat "Rote Fahne News" darüber berichtet, wie Bosch Bamberg vor Werk IV immer wieder versucht, mit Unterstützung der Polizei Mitglieder und Freunde der MLPD zu vertreiben. Zu verhindern, dass wir mit den Kolleginnen und Kollegen diskutieren und Flyer verteilen (1).

Korrespondenz

Offenbar will Bosch verhindern, dass die Forderung nach Bestrafung der Schuldigen im Dieselbetrug immer neue Nahrung erhält. Weil damit Bosch selbst in die Schusslinie gerät. In der Zwischenzeit rühmt sich Bosch Bamberg für den Abschluss eines sogenannten Beschäftigungssicherungsvertrags. Von der Werkleitung über den Betriebsrat bis hin zur Stadtspitze wird dieser Abschluss in den höchsten Tönen gelobt.

 

Wir wollten wissen, wie denn die Kolleginnen und Kollegen selbst darüber denken. Sind sie wirklich so hellauf begeistert über einen Vertrag, der ihnen eine Arbeitszeitverkürzung von 10 Prozent bei Lohnverlust abverlangt und gleichzeitig für Ruhe im Betrieb für die Vernichtung von 1000 bis 2000 Arbeitsplätzen bis 2026 sorgen soll? Im Gespräch vor dem Tor haben wir sehr viele nachdenkliche Reaktionen erfahren.

 

"Ja, irgendwie hoffe ich darauf, ich weiß aber auch, dass das am meisten Bosch nützt und nicht uns. Und wer weiß, wie es weiter geht. Das ist nicht das Ende der Fahnenstange. Es wird doch überall abgebaut. Die Arbeitsplätze werden auf alle Fälle der Jugend fehlen." Bis hin zu: "Wenn wir kämpfen, dann müssten wir das wie die Franzosen machen." Wir warben für den Kampf um ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht und für die Stärkung der MLPD.

 

Genau passend für diese Auseinandersetzung erhielten wir Mitte Dezember vom Staatsanwalt eine gute Nachricht. Mit Verfügung vom 03.12.2019 war entschieden worden, dass das Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs mangels öffentlichem Interesse nicht aufgenommen werde. Der Antragsstellerin - also der Geschäftsleitung von Bosch Bamberg - stehe der Privatklageweg offen. Das löste bei uns große Freude aus. Ein wichtiger Teilerfolg.
 
Am 24.12. erreichte uns dann vom gleichen Staatsanwalt die Nachricht: "Das obige Ermittlungsverfahren wurde mit Verfügung vom 20.12.2019 wieder aufgenommen." Jetzt lässt sich erahnen, was sich da, für uns verborgen, hinter den Kulissen abgespielt haben könnte. Wer hat da wohl interveniert?

 

Wir sind gespannt, wie es weitergehen wird. Wir sind gut gerüstet und werden auch die Bosch-Belegschaft demnächst darüber informieren.