Gelsenkirchen

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Zuversichtliche und ausgelassene Begrüßung des neuen Jahrs

In Gelsenkirchen war der Saal im Lichthof der Gaststätte Schacht III bis auf den letzten Platz belegt. Mit über 200 Gästen gab es bis in die frühen Morgenstunden ein rauschendes Silvesterfest mit Jung und Alt, internationaler Beteiligung, darunter eine große Roma-Familie.

Korrespondenz aus Gelsenkirchen
Zuversichtliche und ausgelassene Begrüßung des neuen Jahrs
Volle Tanzfläche in Gelsenkirchen (Foto: RF)

Viele zog es auf der Tanzfläche zu heißen Rhythmen der Liveband „Son Latinos“ und von DJ Carsten und Kaveh. Sich kennenlernen, zusammenhalten, gemeinsam kämpfen und feiern, das prägte den ganzen Abend.

 

Zum vielseitigen kulturellen Kurzprogramm gehörten die Silvesteransprache der Kreisvorsitzenden Christiane Link, Lieder und Sketche. Ausgelassen wurde um 24 Uhr mit einem beeindruckenden Leuchtfeuerwerk, begleitet von Mozart, das neue Jahr begrüßt.

 

Eine gesangsfreudiger Freundeskreis, die sich jedes Jahr an Silvester im Schacht III versammelt, hatte den Saal der Silvesterparty von MLPD, REBELL und Rotfüchsen überlassen. Sie kamen kurz vor Mitternacht dazu. Gemeinsam mit allen Gästen erklang das Steigerlied und zum Jahreswechsel die "Internationale".

 

Stefan Engel, Leiter des theoretischen Organs der MLPD, stimmte auf die vor uns liegende Zeit ein: „2019 war, wie das ZDF richtig feststellte, ein Jahr des Protests, der Unzufriedenheit der breiten Masse der Weltbevölkerung. Gleichzeitig erleben wir eine Rechtsentwicklung, die sich wie ein Schleier über die ganze Welt ausbreitet.“

 

Er wies darauf hin, dass viele Kämpfe – ob reaktionär oder fortschrittlich – unter dem Begriff der "Freiheit" laufen. „Man muss heute den Begriff der Freiheit richtig definieren. Wenn wir Marxisten-Leninisten von Freiheit sprechen, ist es eine Freiheit von Ausbeutung und Unterdrückung, von Diskriminierung und Rassismus, von Armut. Alle Menschen müssen die gleichen Rechte haben, wir akzeptieren es nicht, wenn man Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken lässt, wenn Menschen nach ihrer Hautfarbe beurteilt werden, wenn Frauen diskriminiert werden, wir akzeptieren es nicht, wenn Menschen den Begriff der Freiheit besudeln mit bürgerlichen Begriffen im Sinne der Freiheit der Herrschenden. Wir meinen eine grundlegende Freiheit, die die Arbeiter, die Unterdrückten auf der ganzen Welt zusammenschließt, die den Jugendlichen ihre Rechte gibt, für eine Zukunft ohne Umweltzerstörung einzutreten. Ich wünsche uns allen für 2020 einen Schritt nach vorn für eine sozialistische klassenlose Gesellschaft, in der es wirklich Freiheit gibt.“