Mainz

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Ein Jahr „Fridays for Future“

Schon ein Jahr ist seit der ersten Fridays-for-Future-Demonstration (FFF) in Mainz und anderen Städten vergangen.

Korrespondenz

Aus diesem Anlass beschlossen Orga-Teams aus Hessen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz, eine Großdemonstration durchzuführen. Gekommen waren 9000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ein buntes politisches Spektrum war zu sehen: Umweltschützer vom BUND, Friedenskomitees, Flüchtlingshelferinnen und -helfer, Initiativen gegen Fluglärm und viele politische Gruppen und Parteien.

 

Eine Sprecherin von „Seebrücke“ konnte detailliert und mitreißend darstellen, wie die Zerstörung von Lebensraum in vielen Ländern dazu führt, dass Bewohnerinnen und Bewohner diese Landstriche verlassen müssen, weil kein Leben mehr möglich ist.

 

Neu war die Durchsage der Organisatoren: „Die Parteifahnen sind erlaubt. Das Verteilen von Flugblättern von Parteien nicht!“ Da wir als MLPD und Jugndverband REBELL Flugschriften verteilten, gab es darüber natürlich Auseinandersetzungen. Ein Student meinte zu uns: „Es wäre doch respektvoll, dann auf Flugblätter von Parteien zu verzichten.“ Unser Argument war: „Respekt wäre doch, wenn die Organisatoren die demokratischen Grundrechte der Teilnehmer respektieren, statt Verbote auszusprechen, die dem Grundgesetz und der aktuellen Rechtssprechung widersprechen.“

 

Da man davon ausgehen muss, dass das inzwischen ganz sicher auch bei den verantwortlichen FFF-Organisatoren angekommen ist, verwundert es umso mehr, dass man sich nicht daran hält. Die Vielfalt der FFF-Bewegung ist eine Stärke. Vor allem dürfen darin die kapitalismuskritischen und revolutionären Kräfte nicht fehlen oder ausgeschlossen werden. Insgesamt war die Demonstration ein beachtliches Zeichen und ein guter Beginn für 2020. Daran müssen wir weiter arbeiten.