Südafrika

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Kampf bei SCAW Metal erreicht einen neuen Höhepunkt

Betroffen von der Abwälzung der internationalen Krisenlast im Rahmen der Weltwirtschafts- und Finankrise sind auch die 196 Arbeiter von SCAW Metal in dem Betrieb bei Vereeniging.¹

Korrespondenz

Als Folge der Drohung der Eigentümer hatte sich die kämpferische Belegschaft bereits zum Streik eingeschworen und wollte den Streik auch auf die vier weiteren Betriebe des Konzerns ausweiten. Noch bevor das Gericht die Urabstimmung überhaupt genehmigt hat, wurden die 196 Arbeiter – von denen kein einziger die Frechheit der Lohnkürzung angenommen hat - entlassen, und es wurde neues Personal für Streikbrecherarbeiten angeheuert.

 

Die Arbeiter reagierten darauf mit einem „Sit-in“ vor dem Betrieb, um ihre weiterhin sehr hohe Entschlossenheit zu demonstrieren. Charly, ein Kollege, meinte ganz bestimmt: „Wir wollen als Arbeiter nicht gegen die Arbeiter kämpfen. Unser Ziel sind die Kapitalisten“. Sie konzentrieren sich jetzt darauf, die Belegschaft des größten Betriebes von Scaw für den Streik zu gewinnen. Denn dort hat der CEO (Vorstand) bereits versucht, die Belegschaft zu spalten und den Streik zu verhindern. Dieser Betrieb ist mit 5000 Arbeitern nicht nur der größte, sondern dort sind auch die Hochöfen. Wenn diese heruntergefahren werden, dauert es lange bis die Arbeit wieder aufgenommen werden kann. Charly meinte, sobald dort die Arbeit niedergelegt wird, sei der Kampf nahezu gewonnen.

 

Charly ist zuversichtlich und sagte zu uns, dass, nachdem die Umfrage pro oder contra Streik durch ist, wir gerne auch bei der Solidarität mitmachen können. Jetzt sei es noch zu gefährlich. Das „Sit-in“ beantwortete die Polizei letzten Freitag mit dem Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen.

 

Der Kampf der Belegschaften - vor allem aus der Automobilindustrie - wird Inhalt der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz sein. Mehr dazu hier!