Umwelt

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„Megafeuer – der Planet brennt“

„Megafeuer – der Planet brennt“, unter diesem Titel brachte der Fernsehsender "Arte" am 28. Januar einen aufrüttelnden Dokumentarfilm.

Korrespondenz aus Hagen

Er befasst sich mit Megafeuern, wie aktuell in Australien, als neuem Phänomen der Veränderung des Weltklimas. Statt solche, außer Kontrolle geratenen, großflächigen Brände als lokale Vorgänge anzusehen, weist der Film nach, dass es sich inzwischen um eine weltweite, sich verstärkende, Erscheinung handelt. Betroffen sind unter anderem auch Kanada, Brasilien, Schweden, Südeuropa und Indonesien. Viele Menschen und Tiere sind bereits Opfer der Flammen geworden.

 

Überwiegend folgt der Film dem Blickwinkel von Feuerwehrleuten und ihren Möglichkeiten, Brände zu löschen und unter Kontrolle zu bringen. Dadurch zielt er insgesamt nur auf unmittelbar pragmatische Lösungen ab. Die Frage nach den eigentlichen Ursachen und Verantwortlichen für diese dramatische Entwicklung wird nur am Rande gestreift. Zur Sprache kommen da: die Austrocknung der Böden, weil der Schneefall und damit die Schneeschmelze abnimmt; wachsende Soja-Plantagen, was einer fruchtbaren Ackerkrume abträglich ist; wachsende Palmöl-Plantagen, mutwillige Zerstörung des Regenwalds durch Brandrodung; das Sterben kleiner und mittlerer Bauernhöfe, was zur Versteppung von Flächen führt; das großflächige Baumsterben wie der Fichten, was den Wald als Ökosystem und damit als Feuchtigkeits- und CO2-Speicher zerstört.

 

Der Film bietet eine Fülle an Material dafür, dass die Zerstörung der Umwelt bereits Ausmaße angenommen hat, die die menschliche Existenz bedrohen. Dem dafür verantwortlichen Profitstreben der Agrar- und Energiemonopole ist aber nur organisiert beizukommen, so in Umweltgruppen der MLPD.

 

Hier kann der Film angesehen werden!