Umwelt

Umwelt

Wälder in Deutschland und anderen Ländern in kritischem Zustand

Der Kampf zur Rettung der Wälder und für die umweltgerechte Wiederaufforstung muss als unverzichtbarer Bestandteil des Kampfes zur Rettung der Umwelt und des Weltklimas zum festen Bestandteil eines gesellschaftsverändernden Umweltkampfes werden. Unser Korrespondent aus Winterberg schreibt dazu:

Korrespondenz

Waldzustand NRW: hohe Verluste drohen auch 2020!

Bereits zu Jahresbeginn wird von den Forstbehörden der Verlust des Bestands in Nordrhein-Westfalen im laufenden Jahr auf 18 Prozent geschätzt. Das betrifft insbesondere Fichten, die vom Borkenkäfer befallen, aber noch nicht abgestorben sind. Verschiedene Gebiete wurden „aufgegeben“. Das betrifft im Sauerland vor allem große Teile des Arnsberger Forstes. Es ergeben sich weiter minimale Holzpreise, die vor allem viele kleinere Waldbauern zum Aufgeben zwingen und die auch nicht durch andere Produkte wie Weihnachtsbäume aufgefangen werden können. Es zeichnen sich bereits Auswirkungen auf den Wasserhaushalt ab.

Kohlekraftwerk Datteln 4 treibt Stickoxid-Belastung hoch

Weniger bekannt als der CO2-Ausstoß sind die Stickoxid-Emissionen von Kohlekraftwerken. Sie liegen bundesweit bei 25 Prozent der NOx-Emissionen. In bestimmten Gegenden ist der Anteil noch wesentlich höher. Die zusätzlichen NOx-Gase schädigen Menschen, aber auch die Botanik. So mussten bereits 2016/17 die Wälder im Sauerland mittels Hubschraubern gekalkt werden, weil sie im Einfluss des Kohlekraftwerks Hamm liegen. Das zusätzliche Kohlekraftwerk Datteln wird diesen Effekt trotz besserer Filter verstärken, weil es in der gleichen Windrichtung liegt.

Regenwald Brasilien: Nicht nur Brände, auch verheerender Kahlschlag

Im Jahr 2019 hat die Vernichtung des brasilianischen Regenwaldes durch Brandrodungen und Kahlschlag gegenüber 2018 um 85 Prozent zugenommen. Während die Brandrodungen breit in der Kritik stehen, ist dies bei „normaler“ Abholzung nicht der Fall. Laut einer Studie (Potsdam/ZdF- Terra X vom November 2019) absorbiert der brasilianische Regenwald eine Milliarde Tonnen CO2 und produziert entsprechende Mengen Sauerstoff (Weltemissionen CO2 2018: 40 Milliarden Tonnen, Deutschland 1 Milliarde).

Trotz Starkregen immer noch Höllenfeuer in Australien

In Australien sind Flächen so groß wie Baden-Württemberg und Bayern zusammen verbrannt. Sichtbar ist ein ungeheurer Verlust von Lebewesen. Die Auswirkung auf CO2-Emissionen muss noch untersucht werden, ebenso die Gesamtökologie des Kontinents. Außer Erosion ist eine Ausbreitung der Wüsten zu befürchten. Millionen Menschen in Sydney und anderen australischen Regionen sind seit Monaten den Rauchgasen ausgesetzt (siehe auch Rote Fahne News-Artikel "Wachsende Kritik an Klimaskeptiker Morrison").