Sindelfingen

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Automobilkrise trifft die Städte und Bürger

Städte wie Bamberg, Ingolstadt oder Sindelfingen brechen die Steuereinnahmen der dort ansässigen Auto- und Zulieferkonzerne weg.

Korrespondenz / wb
Automobilkrise trifft die Städte und Bürger
Das Daimler-Werk in Sindelfingen aus der Luft gesehen (foto: Iggy-x (CC BY-SA 3.0))

Aufgrund der wegbrechenden Steuereinnahmen der ansässigen Automobilindustrie muss Sindelfingen nach 153 Millionen Euro Steuern, in diesem Jahr mit 31 Millionen auskommen, weil Daimler weniger Profite ausweist. Ein Korrespondent aus Sindelfingen schreibt: „So wie in allen 'Automobilstädten' muss hier 'gespart' werden. Und wo? Natürlich bei Vorhaben und Investitionen die für uns Bürgerinnen und Bürger wichtig sind. In Sindelfingen sind das zum Beispiel die Sanierung des Hallenbads, des Leichtatlektikstadions und der Kindertagsstätten.

 

Wir Bürgerinnen und Bürger dürfen darüber mitentscheiden, wo der Rotstift angesetzt werden soll. Das soll gelebte Demokratie sein? Woher eigentlich die „Automobilkrise“ kommt, bleibt im Dunkeln. Sie ist halt einfach plötzlich da, wie das Coronavirus! Dass es mit den zyklisch auftretenden Überproduktionskrisen im Kapitalismus zusammenhängt, der internationalen Strukturkrise auf der Grundlage der internationalen Produktion – solche Krisenfaktoren als Folge der kapitalistischen Ökonomie werden ausgeblendet.

 

Wer aber nicht akzeptiert, dass die „Folgen der Automobilkrise“ auf dem Rücken der Werktätigen abgeladen werden, muss gemeinsam gegen eine Umverteilung von unten nach oben, zum Beispiel für eine umsatzbezogene Unternehmenssteuer, kämpfen - den gemeinsamen Kampf organisieren. Zukunftsweisend ist der gemeinsame Kampf von Bürgerinnen und Bürgern, Arbeiterinnen und Arbeitern gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf unserem Rücken!