Duisburg

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Gemeinsamer Kampf gegen Rechtsentwicklung und faschistische Tendenz

Die Linkspartei hatte gestern aufgerufen: „Alle zusammen gegen den Faschismus!“, um gegen den Coup des Faschisten Höcke und das abgekartete Spiel von FDP und CDU bei der Wahl zum thüringischen Ministerpräsidenten zu demonstrieren. Ca. 100 Demonstranten kamen um 17.30 Uhr zum Life-Saver-Brunnen, dem Duisburger Treff des aktiven Widerstands.

Korrespondenz
Gemeinsamer Kampf gegen Rechtsentwicklung und faschistische Tendenz
(rf-foto)

Am offenen Mikrofon griffen verschiedene Redner diesen Skandal an und beschworen den gemeinsamen Kampf gegen Rechtsentwicklung und faschistische Tendenzen. Peter Römmele, der Landesvorsitzende der MLPD in NRW, zeigte auf, wie gerade auch an diesem Beispiel deutlich wird, dass der Antikommunismus die entscheidende Klammer von Rechtsentwicklung der Regierungen und faschistischen Tendenzen und Entwicklungen ist. Er rief auf, den Kampf gegen den Faschismus in Einheit mit dem Kampf gegen den Antikommunismus zu entwickeln.

 

Da der DGB für 18 Uhr zu einer Kundgebung am Gewerkschaftshaus aufgerufen hatte, zogen wir in einer kurzen Demonstration dorthin ... Es wurden einige Anti-AfD-Broschüren der MLPD gegen Spenden abgegeben und es trugen sich Teilnehmer als Unterstützer des Internationalistischen Bündnisses ein. Am DGB-Haus hatten sich ca. 200 Menschen versammelt, darunter viele Funktionsträger aus den Gewerkschaften und der SPD.

 

Hier gab es kein offenes Mikrofon. Die DGB-Vorsitzende Angelika Wagner moderierte und brachte ihre Empörung über das Verhalten der thüringischen FDP und der CDU zum Ausdruck. Oberbürgermeister Sören Link sprach von einer Schande und betonte, dass es für ihn keine Duldung der AfD gäbe. Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall rief in Erinnerung, dass Faschisten am 2. Mai 1933 in Duisburg vier Gewerkschafter aus dem Gewerkschaftshaus trieben und anschließend viehisch mit Schaufeln erschlugen. Gewerkschafter, Kommunisten und Sozialdemokraten seien die ersten gewesen, die eingekerkert, ermordet und vertrieben worden seien. Deswegen müsse heute energisch und gemeinsam gegen jede faschistische Tendenz vorgegangen werden.

 

... Erfrischend kämpferisch der DGB-Jugendvertreter, der sich vor allem auch an die Gewerkschaftsjugend wandte und sie aufforderte, aus der Vergangenheit für Gegenwart und Zukunft zu lernen. Nie wieder Faschismus! Einige Frauen sangen Bella Ciao und das Einheitsfrontlied, was zum Zusammenhalt der Demonstranten beitrug.