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Gestern war die 500. Montagsdemo gegen Stuttgart 21

"Weg mit der Flasche!" stand auf 500 Schildern, die die Montagsdemonstranten in Stuttgrat hoch hielten. Zehn Jahre Widerstand: Ungebrochener Kampfwille war bei den 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 500sten Montagsdemo gegen Stuttgart 21 zu spüren.

Korrespondenz
Gestern war die 500. Montagsdemo gegen Stuttgart 21
Ungebrochener Kampfwille gegen Stuttgart 21 (rf-foto)

"Gratulation uns allen!" schreibt die Rote Fahne News-Korrespondentin.

 

Der „Flaschenhals“ ist der geplante Tiefbahnhof mit seiner auf acht Gleise reduzierten Kapazität. Der heutige Kopfbahnhof hat 16 Gleise. Der Flaschenhals wird den dringend erforderlichen Ausbau des Regionalverkehrs und die Einführung eines integralen Taktfahrplans verhindern wird, wenn es uns nicht doch noch gelingt, das Projekt zu stoppen und den Kopfbahnhof zu erhalten.

 

Dass viel Verkehr zurück auf die Schiene muss, um die Klimakatastrophe noch zu stoppen, hat selbst die Bundesregierung mit ihrem Bekenntnis zum integralen Deutschlandtakt nach Schweizer Vorbild zugegeben. Aber der wird bei S21 niemals klappen! Insofern ist das Projekt auch klimapolitisch eine Katastrophe. Diese von der MLPD schon vor vielen Jahren vertretene Ansicht ist inzwischen Allgemeingut.

 

„Das (der Flaschenhals) wird die Konkurrenzfähigkeit der Schiene gegenüber der Straße massiv beeinträchtigen und verhindern, das man in Stuttgart endlich an den Umbau der vielen überdimensionierten Straßen und Kreuzungen gehen kann. Und raus aus dem Stau kommt durch weniger Autoverkehr. Aber vielleicht war das ja das heimliche Ziel der Erfinder von S21. Die Zukunft der Autostadt Stuttgart und der Autoregion Stuttgart auch langfristig sichern durch ein kapazitätsbegrenztes Bahnsystem und einen Flaschenhalsknoten", sagte Prof. Monheim in seiner Kundgebungsrede.

 

Vielen ist heute klar, dass S 21 gestoppt, der Kopfbahnhof erhalten und renoviert werden muss. Es dürfen keine weiteren Milliarden in dieses Loch geworfen werden! Will das diese hartnäckige Protestbewegung doch noch erreichen, braucht sie die Jugend – sie wird die Folgen ausbaden – und sie braucht die Arbeiter, nicht nur die Automobilarbeiter, aber die besonders.