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Massiver Protest gegen "Adani-Deal"

Einige Hundert Umweltaktivistinnen und Umweltaktivisten protestierten gestern vor der Siemens-Hauptversammlung in München. Ihr Motto: „#Stop Adani - Siemens schürt das Feuer!“ Siemens ist wegen der Lieferung von Bahntechnik für die riesige geplante Carmichael-Kohlemine des indischen Adani-Konzerns massiv in der Kritik der Umweltbewegung.

Korrespondenz
Massiver Protest gegen "Adani-Deal"
Protestaktion vor der Siemens-Hauptversammlung in München (rf-foto)

Es ist sehr gut, dass damit die internationalen Konzerne wie Siemens und Adani als Hauptverursacher der beschleunigten Entwicklung zur Umweltkatastrophe ins Visier rücken. Noch wichtiger war das Auftreten der Umweltgewerkschaft mit Kollegen der Berliner Siemens-Turbinenfabrik und ihrem Transparent „Jobs und Klimaschutz passt prima! 100 Prozent Erneuerbare durchsetzen!“ unübersehbar direkt vor dem Eingang, verbunden mit ständigen Kurzreden an die Besucherinnen und Besucher der Hauptversammlung: Gegen das Greenwashing von Siemens-Boss Joe Kaeser, gegen die geplante Arbeitsplatzvernichtung bei Siemens mit der Abspaltung des Energie-Bereichs. Für den Kampf um Arbeitsplätze und Umweltschutz – es gäbe genug Arbeit in der Beseitigung der Umweltschäden auf Kosten der Konzerne.

 

Obwohl dieses Transparent das am meisten fotografierte war und etliche Medienvertreter den Sprecher der Siemens-Kollegen interviewten, wird das in den Presseberichten sorgfältig ausgeblendet. In den Medien wird ausschließlich vom „Protest von Klima-Aktivisten“ berichtet, zitiert werden Vertreterinnen von Fridays-for-Future mit der Orientierung auf die Illusion, durch Proteste Konzerne zur „Nachhaltigkeit“ zu bewegen. Nur ein gemeinsamer Schulterschluss von Arbeiter- und Umweltbewegung kann den gesellschaftsverändernden Kampf für die Einheit von Mensch und Natur führen, um die Lebensgrundlagen der Menschheit zu retten. Denn diesen fürchten die Konzernbosse.