Gera

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Überparteiliche Kundgebung und Demonstration in Gera

300 Menschen versammelten sich gestern abend in Gera zu einer kurzfristigen Kundgebung gegen die offene Zusammenarbeit von CDU und FDP mit der faschistoiden AfD bei der Wahl des Ministerpräsidenten.

Korrespondenz
Überparteiliche Kundgebung und Demonstration in Gera
Spontane Kundgebung und Demonstration in Gera (rf-foto)

Aufgerufen hatte ein Aktionsbündnis gegen rechts.Es nahmen Vertreter der Linkspartei, der SPD, der MLPD, der Montagsdemo, von Fridays for Future, REBELL, Solid-Jugend, „Die Partei“ und weitere teil. Von den Organisatoren wurde eine demokratische Diskussions- und Demonstrationskultur praktiziert, mit einem offenen Mikrofon auf antifaschistischer Grundlage. Unübersehbar die Fahnen der MLPD und des REBELL.

 

Einigkeit bestand bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen in der Einschätzung, dass es sich bei der Wahl zum Ministerpräsidenten im Thüringer Landtag um ein abgekartetes Spiel zwischen der CDU, AfD und der FDP gehandelt hat. Wiederholt wurde die Forderung nach dem Rücktritt des FDP-Politikers Kemmerich erhoben.

 

Deutlich wurde die Sorge vor einer weiteren Rechtsentwicklung in Thüringen. Für die Linkspartei sprachen die Landtagsabgeordneten Andreas Schubert und Daniel Reinhardt. Neben ihrer Empörung über die Vorgänge im Landtag betonten sie den weiteren parlamentarischen Widerstand, während Dieter Ilius von der MLPD vor allem auf den außerparlamentarischen Kampf gegen die faschistische Tendenz orientierte, den Zusammenhang zur eingeleiteten Weltwirtschafts- und Finanzkrise aufzeigte und zur Bildung einer antifaschistischen Einheitsfront aufrief. Sein Beitrag erhielt lebhaften Beifall. Bei einer spontanen Demonstration durch die Innenstadt wurden immer wieder antifaschistische Parolen gerufen.