Jahrestag in Dresden

Jahrestag in Dresden

Breiter antifaschistischer Protest

Am Donnerstag jährt sich die Zerstörung Dresdens durch US-amerikanische und britische Bomberverbände, bei der rund 25.000 Menschen ums Leben kamen.

Korrespondenz
Breiter antifaschistischer Protest
Antifaschistische Blockade anno 2011 in Dresden (rf-foto)

Wie jedes Jahr entbrennt um den 13. Februar eine heftige Debatte zur Beurteilung und Haltung zu diesem Ereignis, das viele Menschen betraf, entsetzte und bis heute tiefe Gefühle der Trauer auslöst. Das nutzten jahrelang faschistische Kräfte europaweit, um scheinheilig Massen- und Völkermorde und faschistische Unterdrückung zu rechtfertigen und zu relativieren. 

 

Aber sie kamen nicht durch! Das Bündnis "Dresden nazifrei" führte sehr erfolgreich - gemeinsam und überparteilich - 2011 Massenblockaden durch, die diesen faschistischen Spuk in Dresden zunächst beendeten.

Antifaschistische Aktionswoche

Gleich in 15 Sprachen rufen faschistische Initiatoren zum 75. Jahrestag erneut zum "Trauermarsch" mit unerträglichen nationalistischen und faschistischen Phrasen auf. Die AfD schlägt in die gleiche Kerbe - ohne sich offen am faschistischen Treiben zu beteiligen.

 

Die ganze Woche über wird es dagegen antifaschistische Aktivitäten geben. Am Donnerstag eine Menschenkette, antifaschistische Mahnwachen, eine Demonstration und nächtliche Proteste gegen eine AfD-Kundgebung. Dieses Jahr reagierten die Organisatoren auf kritische Diskussionen bezüglich ihrer bisherigen starken Beschränkung auf jüdische Opfer des Hitler-Faschismus. Es wurde aller Opfergruppen gedacht und verschiedene Redebeiträge griffen den faschistischen Antikommunismus an. 

Höhepunkt am 15. Februar

Höhepunkt der antifaschistischen Proteste ist Samstag, 15. Februar. Falls es zu faschistischen Aufmärschen kommen sollte, sind viele Menschen bereit, sie zu blockieren. Um 11 Uhr beginnen zwei Kundgebungen am Hauptbahnhof und am Alaunplatz.

 

Die MLPD Dresden: "Wir beteiligen uns an Kundgebung und Demonstration ab Hauptbahnhof ... Wie am vergangenen Sonntag stellen wir dabei einerseits die Stärkung des Internationalistischen Bündnisses als gemeinsame Antwort auf die Rechtsentwicklung von Regierung, Parteien, Medien und Kultur in den Vordergrund und betonen andererseits auch die notwendige Stärkung der sozialistischen Alternative MLPD und ihres Jugendverbandes REBELL."