Australien

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Solidarität mit Hafenarbeitern

Kämpferische und solidarische Grüße schickt der Internationale Hafenarbeitererfahrungsaustausch (IHC) nach Australien.

Solidaritätserklärung

Liebe Kollegen in Australien,

 

wir verurteilen die einstweilige Verfügung, die das Bundesgericht erlassen hat, um euch daran zu hindern, bis zum 13. März 2020 einen Arbeitskampf wegen eines neuen Arbeitsvertrags durchzuführen. DP World Australia möchte von den 1800 Hafenarbeitern an seinen Containerterminals in Melbourne, Sydney, Brisbane und Fremantle vor Arbeitskämpfen geschützt werden. In der kapitalistischen Welt sind der "unabhängige" Richter und der Staatsapparat nur allzu bereit, den Interessen der großen Monopole zu dienen.

 

DP World möchte am Arbeitsplatz nicht über einen neuen Tarifvertrag verhandeln. DP World ist bekannt für seine gewerkschaftsfeindlichen Aktionen wie die Absage genehmigter Feiertage, den Versuch, Sozialleistungen wie Einkommensschutz zu streichen, Arbeiter zu entlassen, Löhne zu koppeln, die Arbeiter daran zu hindern, sich mit ihren Gewerkschaftsvertretern zu treffen, Weihnachtsgeld zu kündigen und die Massenentlassung von 10 Prozent der Belegschaft anzudrohen.

 

Auf seinem Rotterdam World Gateway-Terminal wendet DP World dieselbe gewerkschaftsfeindliche Politik an. Der Tarifvertrag gilt nur für rund 20 Hafenarbeiter. In den letzten Jahren haben sie immer wieder gegen Verletzungen gekämpft. Sie haben sich mit den Rotterdamer Hafenarbeitern im Kampf gegen Aegon und Optas solidarisch gezeigt, und zwar mit Ihrer Aktion "Legt das Geld zurück" in den Pensionsfonds der Hafenarbeiter. Jetzt werden wir euren Kampf unter den Hafenarbeitern bekannt machen und Solidarität verlangen.

 

Wir wünschen euch kämpferische Einheit und Erfolg. Nutzt den Kampf, um die Kraft aufzubauen, die nötig ist, um die eigentliche Ursache eurer Probleme zu bekämpfen: den Kapitalismus. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

 

dockers-international.org