Tunesien

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Über 10.000 Menschen gegen Trumps Nahost-Deal auf der Straße

Am Mittwoch, dem 5. Februar, haben in der Hauptstadt Tunesiens, Tunis, über 10.000 Menschen an einer Großdemonstration gegen den sogenannten „Deal des Jahrhunderts", den angeblichen Friedensplan von US-Präsident Donald Trump für den Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina, teilgenommen.

Korrespondenz

Aufgerufen zu der Demonstration hatte ein Bündnis verschiedener Kräfte, unter anderem der tunesische Gewerkschaftsdachverband UGTT (Union Générale Tunisienne du Travail). Die Demonstrantinnen und Demonstranten waren bunt gemischt: Von Jung bis Alt waren alle Altersklassen vertreten, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Demokratinnen und Demokraten, patriotische Kräfte, bis hin zu Revolutionärinnen, Revolutionären, Marxistinnen-Leninistinnen und Marxisten-Leninisten.

 

Vertreten war auch die PPDS (Patriotische Demokratische Sozialistische Partei), die Mitglied der revolutionären Weltorganisation ICOR ist, mit ihrem Jugendverband Kifah (arabisch für „Kampf").

"Deal des Jahrhunderts" verhasst

Organisations- oder Parteifahnen waren keine zu sehen, jedoch überall palästinensische und tunesische Flaggen sowie viele selbstgemachte Plakate und Schilder. Die Solidarität mit dem palästinensischen Volk und seinem Befreiungskampf ist für viele Menschen eine Herzensangelegenheit. Deswegen ist der "Deal des Jahrhunderts" von Trump, der zu Großteilen ein Geschenk an den israelischen Staat ist, verhasst, weil er zum Beispiel Jerusalem als alleinige und ungeteilte Hauptstadt Israels proklamiert oder große Teile der Besetzung akzeptiert.

 

Gerufen wurde unter anderem: „Nieder mit dem Deal des Jahrhunderts!", „Ein Volk – von Marrakesh bis Bahrain!" und „Mit der Waffe gegen die Besatzung!" Es war beeindruckend, wie viele Menschen für den Gedanken der internationalen Solidarität kämpferisch auf die Straße gegangen sind!