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"Alle Stahlarbeiter gemeinsam - Streik ist die richtige Antwort"

"Jetzt ist es raus, der Vorstand von Thyssenkrupp greift jetzt auch die Stahlbelegschaft an. Neben einem Verzichtprogramm wurde die Schließung des Grobblechwerks tkse Duisburg Süd in Hüttenheim gefordert", macht die Zeitung von Kollegen für Kollegen "Stahlkocher" in einer Extraausgabe bekannt.

Aus der Kollegenzeitung "Stahlkocher"
"Alle Stahlarbeiter gemeinsam - Streik ist die richtige Antwort"
Stahlarbeiter am Stahlaktionstag 2018 in Bochum (rf-foto)

Weiter schreiben die Kollegen: "Noch am Donnerstag Abend haben die Mittag- und Nachtschicht zum Schichtwechsel gestreikt, teilweise stand die Anlage die ganze Nacht. Auch die Frühschicht am Freitag und am Samstag machte Streikaktionen. Der Betriebsrat informierte die Belegschaft über die Sauerei. Es kamen Delegationen von HKM, den anderen tkse-Standorten, von der SPD und von der MLPD. Als erstes soll Grobblech in Hüttenheim dran glauben!

Streik, bis die Vorstandspläne vom Tisch sind! Das ist die richtige Antwort!

In Hamborn überlegen Kollegen der Nachtschicht am Freitag, die Brocken hinzuschmeißen und mit den Kollegen in Hüttenheim die Tore dichtzumachen.

 

Das müssen wir organisieren, anstatt Verhandlungen und gute Konzepte zu fordern, wie es unsere Betriebsrats- und die Gewerkschaftsführung will. Die Beruhigungspille des Vorstands, dass Hüttenheim frühestens 2022 geschlossen wird, wenn sich kein Käufer findet, ist doch kein Ausweg. Das ist eine Illusion. Wer kauft denn die maroden Anlagen?...

Der Stahlkocher schlägt folgendes Kampfprogramm vor:

  • Wir Stahlarbeiter halten zusammen. Jung und Alt, Ausländer und Deutsche kämpfen gemeinsam, gegen jeden Versuch der Spaltung!
    Keinen Fußbreit den Faschisten!
  • Konzernweiter Streik, bis die Zerschlagung des Konzerns und die Vorstandspläne vom Tisch sind. Wir verzichten weder auf Geld, noch auf tarifliche Regelungen, noch auf Arbeitsplätze! Für ein vollständiges, allseitiges und gesetzliches Streikrecht!
  • Keine Schließung von Hüttenheim und Bochum, Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz!
  • Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bringt der Jugend nichts. Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich! Schluss mit der Unterbesetzung! Unbefristete Übernahme aller Azubis.
  • Umstellung auf eine 'grüne' Stahlproduktion durch Einführung des Direktreduktionsverfahrens auf Wasserstoffbasis, finanziert durch die Profite bis 2030!"