Automobilarbeiterkonferenz

Automobilarbeiterkonferenz

Viele Erfolge in der Finanzierung der IAC – und harte Auseinandersetzungen

In der Vorbereitung der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz in Johannesburg (Südafrika) geht es natürlich auch um Geld.

Korrespondenz aus Südafrika
Viele Erfolge in der Finanzierung der IAC – und harte Auseinandersetzungen
Tolles Mitbringbüffet der Sindelfinger Spendengala (foto: Internationale Automobilarbeiter Koordination)

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Konferenz finanziell und politisch unabhängig bleibt und sich selbst finanziert. Dabei wurden wichtige Erfolge erzielt. Bei vielen einzelnen Sammlungen und fünf Spendengalen in Deutschland ist mit über 37.000 Euros ein erklecklicher Beitrag zum Gesamtspendenziel von 50.000 Euros geleistet worden.


Das drückt auch die Verankerung der IAC aus, denn die Spendensammlungen waren ein gutes Mittel, sie breiter bekannt zu machen. Dem stehen unerwartet hohe Ausgaben für Gebühren, Sicherheit und anderes in Südafrika gegenüber.

Jeder Arbeiter kann dazu beitragen

Inzwischen sind an die 50 Brigadistinnen und Brigadisten in Johannesburg eingetroffen und täglich werden es mehr. Dabei kommt es zu harten Auseinandersetzungen auch mit der eigenen Denkweise. „Wir waren in einem Township“, berichtet ein Brigadist, „die haben sich riesig gefreut. Die Kinder wollen zur Begrüßung bei der Konferenz auftreten. Dann wurden wir gefragt, ob wir etwas zur Finanzierung des Kindergartens beitragen könnten. Das hat in unserer Delegation erst einmal dazu geführt, vor der Auseinandersetzung auszuweichen, so etwa, 'in unseren Ländern sind wir auch die Armen'. Wir haben dann ausgewertet, dass es darauf ankommt, den Gedanken zu verankern, dass wir stolz sind, dass wir uns selber finanzieren und dass das in unterschiedlichem Maß jeder Arbeiter in jedem Land tun kann.“


Es gibt jetzt keinen Einsatz mehr ohne Spendendose. Bei einer Versammlung von Shop-Stewards (etwa: Vertrauensleute/Betriebsräte) der Stadt konnten 79 Rand (4,90 Euro) gesammelt werden, in Pretoria vor BMW und Nissan 66 Rand (4,10 Euro). Eine Kuchenspende zum Geburtstag eines Brigadisten brachte 29 Rand ein. Die Gewerkschaften werden angefragt, die Konferenz zu unterstützen, auch finanziell.