Nürnberg

Nürnberg

Auch vollständige Aufklärung der NSU-Morde gefordert

Am Samstag fand eine antifaschistische Demonstration mit über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Am Donnerstag waren es 800.

Korrespondenz

Es war ein breites Bündnis aus verschiedenen Organisationen: DGB, ver.di, das Internationalistische Bündnis, MLPD, REBELL ... Ein Meer aus roten Fahnen. Wir von der MLPD haben acht Exemplare des Rote Fahne Magazins verkauft und zum Treffen des Internationalistischen Bündnisses am 4. März 2020 eingeladen. Es gab kämpferische Parolen, interessante und auch nachdenkliche Redebeiträge.

 

Die Demo durch die Südstadt machte einen Zwischenstopp vor der Kneipe in der Scheuerlstraße, wo der erste faschistische Mordanschlag des NSU auf einen Jungen mit migrantischen Wurzeln war. Die Polizei hat dies lange nicht in die Serie der NSU-Taten eingeordnet, sondern hat immer von einem Einzeltäter und von möglichen Clan-Rivalitäten gesprochen.

 

Damals wie heute: Vertuschung, Verharmlosung. Die Forderungen waren richtig: vollständige Aufklärung der NSU-Morde, Aufdeckung der Rolle des sogenannten Verfassungschutzes, seine Auflösung, Verbot aller faschistischen Organisationen. Die Demo endete am Platz vor dem fFD-Büro, das aber von der Polizei abgeriegelt war.

 

Es gibt in Deutschland ein antifaschistisches Bewusstsein,  es waren viele Junge da, aber auch alle Altersschichten. Die AfD wurde in allen Reden als Wegbereiterin des Faschismus genannt.