8. März

8. März

Auf zum Internationalen Frauentag!

„1,2,3 und 4 – für Frauenrechte kämpfen wir - 5, 6, 7, 8 – jetzt wird richtig Rabatz gemacht - 9 und 10 – gemeinsam für die Zukunft stehn!“ Die Rotfüchse (Kinderorganisation im Jugendverband REBELL) üben schon Parolen für den 8. März, den Internationalen Frauentag. Selbstverständlich sind sie dabei, denn: Früh übt sich, was eine Kämpferin, ein Kämpfer für Frauenrechte werden will.

Von dvp
Auf zum Internationalen Frauentag!
Internationaler Frauentag 2019 in Bangladesch (rf-foto)

Seit 1911 erheben am 8. März weltweit Millionen Frauen ihre Stimme, schließen sich zusammen, gehen auf die Straße, kämpfen für ihre Rechte und für die Befreiung der Frau.

 

Dafür gibt es auch heute viele Gründe: Gegen Altersarmut, Sexismus und sexuelle Gewalt an Frauen; gegen die drohende globale Umweltkatastrophe; gegen die Rechtsentwicklung vieler Regierungen, imperialistische Kriege und Kriegsgefahr. Aber auch für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen; für kostenlose qualifizierte Ganztagsbetreuung in Kitas und Schulen und vieles mehr. 

 

"Und sie werden sich darüber beraten und austauschen, wie eine lebenswerte Zukunft, eine wirkliche Gleichberechtigung in befreiten Gesellschaften erreicht werden können", heißt es weiter im Aufruf des überparteilichen Frauenverbands Courage zum 8. März (mehr dazu).

Regierungserfolge im Kampf um gleiche Rechte?

Rechtzeitig zum Frauentag verkündet Frauen- und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) als Erfolgsmeldung "leichte Verbesserungen bei der Gleichstellung in den obersten Bundesbehörden". Gegenüber 2018 konnte der Frauenanteil in Führungspositionen um immerhin 2 Prozentpunkte auf jetzt 36 Prozent erhöht werden. So sehr das zu begrüßen ist, zeigt es gleichzeitig, wie gerade auch auf Regierungsebene trotz aller "Gleichstellungs"-Rhetorik Frauen immer noch diskriminiert werden.

 

Solche Teilerfolge sind nicht zuletzt ein Zugeständnis an die weltweit genauso wie in Deutschland erstarkende kämpferische Frauenbewegung. An der nach wie vor um  durchschnittlich 21 Prozent1 niedrigeren Entlohnung der berufstätigen Frauen haben weder Giffey noch die gesamte Regierungspolitik der letzten Jahrzehnte etwas geändert. Wenn höhere Löhne für Frauen durchgesetzt wurden, dann vor allem in gewerkschaftlichen Kämpfen wie der Erzieherinnen, Krankenpflegerinnen usw.

Ein Tag mit sozialistischen Wurzeln

Die niedrigeren Frauenlöhne und -gehälter sind jedoch Ausdruck der systemimmanenten besonderen Ausbeutung und Unterdrückung der Masse der Frauen im Kapitalismus.

 

Der Internationale Frauentag wurde von Sozialistinnen wie Clara Zetkin ins Leben gerufen - bewusst auch als Kampftag für weitergehende Ziele: Für die Befreiung der Frau in einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, dem Sozialismus!

Vielfältige Aktivitäten - von Religion bis Revolution

In Deutschland gibt es in vielen Städten Aktionen. So wird es in Hamburg einen ganzen Strauß an Aktivitäten geben. Bereits in der Woche vor dem 8. März verteilt die MLPD vor den großen Betrieben Airbus und Daimler Rosen samt Einladungen zu den diversen Veranstaltungen. Am 7. März wird es eine Kundgebung des Internationalistischen Bündnisses in der großen Einkaufsmeile Mönckebergstraße geben.

 

Am 8. März lädt die MLPD nach der Großdemonstration zu einer Strategiediskussion zur Perspektive der kämpferischen Frauenbewegung ein – eine gute Gelegenheit, auch über das spalterische, kleinbürgerlich-feministische „Männerverbot“ zu diskutieren, das von den selbstgerechten Organisatorinnen für die Großdemonstration verfügt wurde und über das sich hoffentlich viele Männer hinwegsetzen werden.

 

In Bochum wird unter anderem zu einem internationalen Frauenbrunch (hier der komplette Artikel) eingeladen, gemeinsam vorbereitet von vielen verschiedenen Frauen.

Aktionen auch in Betrieben und Gewerkschaften

Auch in vielen Betrieben wird es Aktionen zum internationalen Frauentag geben. Bei Premium Aerotec in Varel bereiten IG-Metall-Frauen ihr traditionelles Frauenfrühstück vor – dieses Jahr zum Thema „gegen Mobbing und Sexismus“. Das brennt besonders Frauen unter den Nägeln, die in sogenannten Männerberufen beziehungsweise Männerbetrieben arbeiten.

 

Die öffentliche Studiengruppe in Wilhelmshaven zum Buch „Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau“ will die Theorie mit der Praxis verbinden. Zwei Frauen der Studiengruppe werden am Frauenfrühstück der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt teilnehmen, dort zur Studiengruppe einladen und die Erfurter Erklärung des Frauenpolitischen Ratschlags bekanntmachen (mehr dazu).

Auf zum 8. März!

Die MLPD, der REBELL und das Internationalistische Bündnis fördern bei all den großen und kleinen Aktionen in ganz Deutschland besonders die Organisierung der Frauen, sei es in überparteilichen Organisationsformen wie dem Frauenpolitischen Ratschlag und dem Internationalistischen Bündnis oder vor allem in der revolutionären Partei und ihrem Jugendverband. Denn nur mit der notwendigen Bewusstheit und Organisiertheit kann die Befreiung der Frau durch die revolutionäre Überwindung des Kapitalismus Wirklichkeit werden.

 

Auf zum 8. März, dem Internationalen Frauentag!