Rostock

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Blumen und Kränze am Mahnmal für Mehmet Turgut

Genau 16 Jahre nach der Ermordung von Mehmet Turgut in Rostock gedachten am 25. Februar zirka 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am einstigen Tatort des durch den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) getöteten faschistischen Terroropfers. Aufgerufen hatten die Initiative „Mord verjährt nicht“ und die Hansestadt Rostock.

Korrespondenz
Blumen und Kränze am Mahnmal für Mehmet Turgut
Bild vom Gedenken an Mehmet Turgut (rf-foto)

Mehmet Turgut war als 25-Jähriger gerade einmal zehn Tage in Rostock, als ihn die Faschisten des NSU umbrachten. Um 10.20 Uhr standen seine Mörder vor der Tür des Imbisses, in dem er aushalf, und forderten ihn auf, sich auf den Boden zu legen. Dann feuerten sie viermal auf seinen Kopf. Polizei und Staatsanwaltschaft gingen zunächst von einem Auftragsmord der Mafia aus, wofür es aber keinerlei Indizien gab. Durch die Ermittlungen wurde die Familie denunziert und erlebte einen jahrelangen Alptraum.

 

Die Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück (Linkspartei) reihte den Mord an Mehmet Turgut in die aktuell zunehmende Welle rechten Terrors ein - wie den Mord an Walter Lübcke und die Morde von Halle an der Saale und Hanau: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Rassismus und Gewalt weiter Fuß fassen.“ Allerdings kennzeichnete kein Redner diese Mordtaten als faschistisch, was sie aber tatsächlich sind.

 

Auch wir von der MLPD legten rote Nelken nieder und hatten als einzige ein selbstgemachtes Plakat dabei „NSU-Morde mahnen: Wehret den Anfängen! Verbot aller faschistischen Parteien! MLPD - REBELL“ Dies stieß auf Zustimmung und viel Aufmerksamkeit und wurde auch im Nord-Magazin des NDR in seinem Filmbericht gezeigt.