MLPD Solingen

MLPD Solingen

"Erpressungsversuchen durch die Borbet-Geschäftsleitung widerstehen"

"Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben von dem dreisten Erpressungsversuch durch die Geschäftsleitung erfahren! Was will die Geschäftsleitung?", fragt die "Bergische Arbeiterstimme", Stadtzeitung der MLPD Solingen, in ihrer aktuellen Ausgabe die Belegschaft von Borbet in Solingen.

Aus Stadtzeitung der MLPD Solingen "Bergische Arbeiterstimme"
"Erpressungsversuchen durch die Borbet-Geschäftsleitung widerstehen"
Solidarität mit dem Betriebsrat von Borbet Solingen im Jahr 2019 an einem Stand des Kommunalwahlbündnisses SOLIGEN AKTIV (foto: SOLINGEN AKTIV)

Weiter schreibt sie: "Entweder es bleibt bei der 4,5-Schicht und ihr gebt zwischen 800 und 1.200 Euro monatlich von eurem Lohn ab, oder es wird auf drei Schichten gewechselt. Zu welchen Lohneinbußen das neue System führen wird, ist erst einmal noch nicht bekannt, weil diese Variante nie zur Diskussion stand. Im Raum steht aber die General-Forderung, über jeden Schichtarbeitsplatz jährlich 10.600 Euro einzusparen ...

 

Das ist glatte Erpressung und geht für die Geschäftsleitung gerade nach hinten los! Mit großer Freude haben wir gehört, dass es den Kollegen immer klarer wird, dass sie sich nicht mehr religiös oder politisch spalten lassen, sondern dass sie im gemeinsamen Kampf in einer Aktionseinheit zusammenhalten wollen ...

 

Wir, die MLPD Solingen und Bergisch Land, stehen unverbrüchlich an eurer Seite und verurteilen diesen Erpressungsversuch durch die Borbet-Geschäftsleitung auf das Schärfste! Die seit 2018 um sich greifende Weltwirtschaftskrise hat längst alle Bereiche der Produktion und mit ihr milliardenschwere Konzerne erfasst und in eine tiefe Krise gestürzt. Betrugsskandale, die Umstellung auf E-Mobilität, milliardenfache Strafzahlungen an geprellte Autofahrer weltweit haben die Autokonzerne und mit ihnen die Zulieferer ins Wanken gebracht.

 

Die Krisenlasten wälzen diese Übermonopole zugunsten einiger weniger Eigner zur Wahrung der Maximalprofite auf die Auto-Belegschaften sowie die Zulieferindustrie ab ... Aus euch soll gerade wegen der Krise jeder Euro und Cent herausgepresst werden. Demgegenüber steht eine breite Solidarität aus Betrieben im Bergischen und Oberbergischen Land und mittlerweile ja auch aus Sindelfingen, Recklinghausen und anderen Orten ...

 

Den Angriffen aus der Borbet-Konzernzentrale muss der überregionale öffentliche Widerstand, vor allem innerhalb der Borbet-Betriebe, entgegengesetzt werden."