Politischer Aschermittwoch der MLPD

Politischer Aschermittwoch der MLPD

Lenin und der Kampf gegen den Antikommunismus waren in Gelsenkirchen allgegenwärtig!

Die Veranstaltungen zum Politischen Aschermittwoch der MLPD in vier Städten Deutschlands waren ein erster Höhepunkt der Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“ Die Reden gingen mitten rein in die aktuellen Kulminationen, so zum Beispiel um die Aufstellung der Lenin-Statue an der Horster Mitte in Gelsenkirchen. Sie halfen den Leuten, mit dem Gift des Antikommunismus fertigzuwerden.

Korrespondenz
Lenin und der Kampf gegen den Antikommunismus waren in Gelsenkirchen allgegenwärtig!
Gabi Fechtner bei ihrer gelungenen Rede (rf-foto)

Gelsenkirchen

Der Lichthof im Schacht III des Arbeiterbildungszentrums platzte aus allen Nähten. Nach zünftiger Stärkung durch Grillhähnchen, Thüringer Bratwurst und Sauerkraut eröffnete der Jugendverband REBELL mit dem Lied "Glück Auf" das Programm.

Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD, nahm das Gelsenkirchener Bauamt aufs Korn

Verwaltungsgebäude hätten nach Meinung des Bauamtes bitte schön politisch „neutral“ zu sein und dürften nicht durch eine Statue von Lenin ideologisch politisiert werden? So die Begründung für den sofortigen Baustopp der Arbeiten am beabsichtigten Lenin-Denkmal vor der Horster Mitte. Irgendwie komisch, dass dieses Bauamt von „neutralen“ Verwaltungsgebäuden spricht – jeder Bürger erlebt doch Arbeitsämter, Wohngeldämter, das Ausländeramt, usw. nicht als Ort der Neutralität und Unparteilichkeit! Und komisch auch, dass dieses Bauamt scheinbar nicht mitbekommen hat, dass sich die Horster Mitte, vor mehr als 17 Jahren zu einem Dienstleistungszentrum gewandelt hat. Hier haben Anwälte, Ärzte, aber auch das Zentralkomitee der Partei und der Jugendverband REBELL seinen Sitz. Hier wird diskutiert, behandelt, aber auch gefeiert und getanzt.

 

„Wer kann in einer so polarisierten Welt überhaupt 'neutral' sein?“ - warf Gabi Fechnter auf – die MLPD will das auf keinen Fall. „Wir sind parteiisch“ und sie löste ihr Versprechen ein, dass der Abend nicht politisch neutral verlaufen werde. Ein kurzer kabarettistischer Abstecher ins Bauamt in Gelsenkirchen nahm später aufs Korn, wie emsig dieses „neutrale“ Amt wurde, als die bürgerlichen Parteien von CDU, FDP, SPD bis hin zu den Grünen „rot“ sahen und Lenin einen international anerkannten Arbeiterführer als Massenmörder diffamierten. Purer Antikommunismus trieb sie an und nach zwei Monaten Funkstille des Bauamtes zur angezeigten Aufstellung der Statue war plötzlich binnen Stunden eine umfassende Begründung für den Baustopp aus dem Hut gezaubert.

 

Wer mit Dreck schmeißt, macht sich erst einmal selbst die Hände schmutzig

Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD

Gabi Fechtner gab den bürgerlichen Parteien zu bedenken „Wer mit Dreck schmeißt, macht sich erst einmal selbst die Hände schmutzig“. Als die MLPD das Gebäude vor Jahrzehnten erwarb, da war es erklärte Absicht der SPD-Verwaltung dieses verfallen zu lassen, um es abreißen und meistbietend verschachern zu können. Und jetzt? Da wird der Denkmalschutz bemüht um zu verhindern, dass in einer Arbeiterstadt an einen Arbeiterführer erinnert wird. Eine knapp zwei Meter hohe Figur stört den Blick auf eine 40 Meter breite Fassade – lachhaft! Ist es vielleicht die Angst der bürgerlichen Parteien davor, dass die Bevölkerung es wörtlich nimmt und sich sagt: „Denk mal – ob die Ideen Lenins nicht auch etwas für uns heute wären …?“

 

Ein Abstecher nach Thüringen

Natürlich gab es auch einen Abstecher von Gabi Fechnter nach Thüringen. Der Antikommunismus ist hier die Triebkraft der bürgerlichen Parteien und der Testballon die AfD in Regierungsverantwortung zu nehmen. Das zerplatzte nicht an der Vernunft der handelnden Personen, sondern am antifaschistischen Widerstand der Massen.

 

Die von den Herrschenden bemühte „Ideologiefreiheit“ ist das Vehikel mit dem der Antikommunismus transportiert werden soll – doch die vorgebliche „Neutralität“ der Grünen, die bei den Fridays-for-Future Demonstrationen das Fahnenverbot durchsetzen wollten, hört da auf, wo sie im Hamburger Wahlkampf mit ihren Fahnen die Fridays-for-Future-Bewegung vor ihren Karren zu spannen versuchen ...

Eine rundum gelungene Polemik

Der Abend war eine rundum gelungene Polemik gegen das Chaos welches derzeit in Berlin und Erfurt, aber auch in Gelsenkirchen abgeliefert wird – Lenin hätte seine Freunde daran gehabt, und Gabi Fechnter ließ keinen Zweifel: Am 14. März wird seine Statue vor der Horster Mitte aufgestellt.

 

Morgen gibt es den Bericht zum Politischen Aschermittowch aus Stuttgart und aus München hier auf Rote Fahne News!