Arbeitsgericht Gelsenkirchen

Arbeitsgericht Gelsenkirchen

Weiterer Erfolg der Kumpel gegen die RAG

Dreizehn weitere Kumpel von Prosper-Haniel klagten heute vor dem Arbeitsgericht Gelsenkirchen gegen ihre Kündigung durch die RAG (Ruhrkohle AG).

Korrespondenz
Weiterer Erfolg der Kumpel gegen die RAG
Klagende Kumpel mit ihren Unterstützern am 28. Januar vor dem Arbeitsgericht in Gelsenkirchen (rf-foto)

Die Solidarität mit den von der RAG gekündigten Kumpel ist ungebrochen. 35 Bergleute - oft zusammen mit ihren Frauen - waren gekommen. Vor Prozessbeginn führte die Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF trotz Schnee und Regen eine Solidaritätskundgebung durch. Es sprachen dort mehrere Vertreter von Kumpel für AUF, von den Bergarbeiterfrauen im Frauenverband Courage, dem Jugendverband REBELL und Kollegen anderer Betriebe wie von Siemens Essen.

 

Christiane Link, MLPD-Kreisvorsitzende in Gelsenkirchen, überbrachte die solidarischen Grüße der Parteivorsitzenden der MLPD, Gabi Fechtner, die alle Kumpel herzlich einlud, am heutigen Politischen Aschermittwoch der MLPD in Gelsenkirchen teilzunehmen, wo mit allen Politikern der bürgerlichen Parteien abgerechnet wird.

Bergleute klagen auch auf Weiterbeschäftigung

Der Prozess dauerte mehrere Stunden. Die Richterin folgte den Argumenten des Gerichtes vom 28. Januar, dass die Kündigungen unwirksam sind, weil sie mit dem falschen Betriebsrat abgeschlossen wurden – nämlich mit dem Betriebsrat von Prosper und nicht mit dem Gesamtbetriebsrat.

 

Neben der Klage gegen die Kündigungen hatten die Kumpel auch auf ihre vorläufige Weiterbeschäftigung geklagt, denn die RAG sagt, dass sie die Kumpel nicht beschäftigen könne. Deren Anwalt erklärte weiterhin, dass die Weiterbeschäftigung der Kumpel nicht zumutbar sei. Das fand auch die Richterin nicht überzeugend.

Kündigungen auf jeden Fall unwirksam

Aus für den normalen Menschen nicht verständlichen, formellen Gründen wird bei der Entscheidung über eine vorläufige Wiedereinstellung zwischen Angestellten und Arbeitern unterschieden. Darum wird in dieser Frage für jeden Kumpel einzeln entschieden. So war um 15 Uhr die Urteilsverkündung noch nicht fertig.

 

Sicher ist aber, dass die Kündigungen für unwirksam erklärt werden. So haben die Kumpel und alle ihre Freunde auf jeden Fall einen weiteren Sieg errungen.