Antikommunismus

Antikommunismus

Ruhrbaron auf den Spuren von Kriegstreibern und Faschisten

Wenn jemand schon ein Ruhrbaron ist wie Stefan Laurin, dann muss er sich als selbsternannter Aristokrat natürlich auch zur geplanten Lenin-Statue in Gelsenkirchen äußern.

von Jörg Weidemann

Laurins Kommentar im Ruhrbarone-Blog zeigt einmal mehr, wohin fanatischer Antikommunismus treibt. Ihm reicht es nicht - wie der SPD und der CDU in Gelsenkirchen -, Lenin zum "Massenmörder" zu stempeln. Bei Laurin muss es schon "einer der schlimmsten Massenmörder des 20. Jahrhunderts" sein.

 

Laurin huldigt ausgerechnet Alexander Kerenski, jenem russischen Staatschef, den die Oktoberrevolution stürzte. Dieser hatte gegen den Willen der russischen Arbeiter und Bauern den Weltkrieg eifrig fortgesetzt, den erst die Revolution im Oktober für Russland umgehend beendete. Ungezählte Kriegs- und Hungeropfer hat Kerenski also zu verantworten. Er aber ist für Laurin kein Massenmörder, sondern Musterdemokrat.

 

Entlarvend Laurins Forderung, die Lenin-Statue im Hochofen einzuschmelzen. Denn auch für diese Vorgehensweise gibt es historische Vorbilder: die Hitler-Faschisten.