Tarifrunde

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IG-Metall-Führung sagt Demonstrationen ab

Die rechte IG-Metall-Führung hat die Demonstrationen zur Tarifrunde am 14. März abgesagt – Begründung: Coronavirus.

Korrespondenz / ffz

Nun ist es tatsächlich aktuell richtig, zu überlegen, inwiefern man die werktätigen Massen vor Ansteckung schützen kann, aber ist das wirklich der Grund?

 

Grade im Osten macht sich unter Kolleginnen und Kollegen die Forderung nach der 35-Stunden-Woche breit. Ganz offensichtlich ist das Coronavirus für die Konzerne und die rechte Gewerkschaftsführung eine willkommene Möglichkeit, dem Bestreben nach Einheit zwischen Ost und West entgegenzuwirken, indem einfach solche Veranstaltungen abgesagt werden.

 

Dass das Virus für solche Absagen als Vorwand missbraucht wird, geht indirekt auch aus den Schutzempfehlungen des Robert-Koch-Instituts hervor. Das Institut warnt vor allem vor Versammlungen in geschlossenen Räumen und stuft Versammlungen unter freiem Himmel als weit weniger riskant ein.

„Die Schichten in den Großbetrieben werden nicht abgesagt"

Auch bei Betriebsversammlungen, die verschiedentlich einfach gestrichen werden, wird mit zweierlei Maß gemessen. „Die Schichten in den Großbetrieben werden nicht abgesagt", so eine Kollegin - da scheint das Coronavirus nicht hinzukommen.

 

Diese Tarifrunde muss kämpferisch mit der vollen Kampfkraft der Kolleginnen und Kollegen geführt werden. Dass diese durch Vorsichtsmaßnahmen geschützt werden sollte für jede Gewerkschafterin und für jeden Gewerkschafter selbstverständlich sein. Das darf aber kein Vorwand für klassenversöhnlerische Politik, schlechte Abschlüsse für die Massen und Co-Management sein.

 

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