Si Cobas

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Wichtige Hinweise aus Italien zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus

Ein befreundeter Gewerkschafter aus Italien schickte wichtige Hinweise zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

Korrespondenz aus Böblingen
Wichtige Hinweise aus Italien zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus
Fiebermessungen am Mailander Flughafen (Foto: Dipartimento Protezione Civile from Italia)

Er schreibt: "Hier ist die Situation recht ernst, vor allem weil bei einer Zunahme der Anzahl schwerer Coronavirus-Patienten keine Plätze mehr für die Intensivpflege (künstliche Beatmung in Krankenhäusern) zur Verfügung stehen. In einigen Krankenhäusern müssen sie bereits auswählen, wen sie sterben lassen wollen. Ein Arzt wird in der Presse zitiert: 'Wenn jemand zwischen 80 und 95 Jahre alt ist und schwere Atemprobleme hat, setzen wir die Behandlung nicht fort.'

 

Um Euch eine Vorstellung davon zu geben, wie wir als Si Cobas (Gewerkschaft) reagieren, füge ich Euch Flugblätter und Mitteilungen bei. Wir geben das Streikrecht nicht auf.Wir  werden in Kürze auch Kommuniqués  verschicken.

 

Ich hoffe, dass Ihr in Deutschland sofort Maßnahmen ergreifen werdet, um zu verhindern, dass es wie in Italien zum Ausbruch der Krise kommt. Aber es ist wahrscheinlich, dass der Druck der Unternehmen auch die Schutzmaßnahmen  in Deutschland verzögern wird.“

 

Gewerkschaften fordern Schutzmaßnahmen für die Arbeiter. Die Krankenhäuser sind für die hohe und laufend wachsende Anzahl der Erkrankten nicht vorbereitet. Nur 20 Prozent der eingelieferten Patienten bekommen eine medizinische Versorgung. So kam es auch zu den Gefängnisrevolten in 27 Gefängnissen:  Alleine am 11. März sind fünf Gefangene gestorben.

 

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