USA / China

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Imperialistische Schlammschlacht um Coronavirus-Ursachen

Während die Corona-Pandemie sich weltweit dramatisch ausbreitet, entwickelt sich zwischen den imperialistischen Mächten eine schmutzige psychologische Kriegsführung mit gegenseitigen Schuldzuweisungen.

Von Dr. med Willi Mast

Mitglieder der US-Regierung sprechen von einem „ausländischen Virus“, dem „China- oder Wuhan-Virus“.¹ Der nationale Sicherheitsberater O‘Brien warf der chinesischen Regierung vor, dass sie den Ausbruch zunächst vertuscht hat und damit wertvolle Zeit im Kampf gegen die Pandemie verloren wurde. Ohne allerdings mit einem einzigen Wort darauf einzugehen, wie US-Präsident Donald Trump diese wochenlang herunterspielte und als "Verschwörungstheorie" abtat.

 

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums reagierte prompt auf Twitter: „Vielleicht war es die US-Armee, die die Epidemie nach China gebracht hat.“² Nachdem die Neuinfektionen in China drastisch zurückgehen, feiert die chinesische Führung ihren “Sieg im Volkskrieg gegen das Virus“. Wie nachhaltig dieser Sieg ist, bleibt allerdings fraglich. China punktet jetzt mit Hilfslieferungen - Schutzkleidungen, Atemschutzmasken und Corona-Testkits – in den Iran, Irak, nach Südkorea und Japan. 

China droht USA mit Stopp des Medikamentenexports

Aktuell verschärft sich der Ton zwischen Peking und Washington: In einem Kommentar der regierungsamtlichen Zeitung Xinhua wird indirekt damit gedroht, dass China die Exporte von Medikamenten in die USA stoppen könnte. Da die USA von chinesischen Lieferungen abhängig sei, würde das bedeuten, dass „Amerika in die Hölle der Corona-Epidemie stürzt“. Chinesische Firmen lieferten zuletzt 80 bis 90 Prozent der Antibiotika des US-Marktes.3

 

In italienischen Medien wurde jetzt über Hilfslieferungen und der Einsatz einer „Task-force“ von zwölf chinesischen Medizinern berichtet, die Italien helfen sollen, die dramatische Corona-Epidemie zu managen.

 

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Mehr zu den Urspüngen des Coronavirus gibt es hier