Frankreich

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Elf Corona-Fälle bei ArcelorMittal Florange

Der Regionalfernsehsender „france 3 grand-est“ berichtet über Auseinandersetzungen zwischen den Stahlarbeitern, den Gewerkschaften und Arcelor-Mittal in Florange in Frankreich.

Korrespondenz

Nach einem zeitweiligen Stillstand will ArcelorMittal einen Teil ihrer Produktionslinien wieder in Betrieb nehmen. In Florange betreibt ArcelorMittal mit 2300 Kolleginnen und Kollegen eine Kokerei, ein Warm- und ein Kaltwalzwerk, eine Beize und mehrere Glühen.

 

Nachdem es bis zum 24. März elf Kolleginnen und Kollegen mit Corona-Ansteckung gab - davon zehn Stahlarbeiter – forderte die Gewerkschaft CGT vom Präfekten, die Wiederinbetriebnahme zu verbieten, und reichte bei der Arbeitsaufsichtsbehörde eine Mitteilung über ernsthafte und drohende Gefahren ein.

 

Statt sich um die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen zu kümmern, wurden absurde Vorschläge gemacht: sich mit Eau de Javel -(Bleichmittel) und Zellophane zu schützen. Nachdem ArcelorMittal am 18. März der Forderung zunächst nachgegeben hatte, nahm das Monopol dies am folgenden Tag wieder zurück und kündigte die Wiederaufnahme der Produktion am 23. März an. Am 24. März wollten die Gewerkschaften erneut mit der Geschäftsleitung verhandeln.