Märzstatistik

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Eine halbe Million neue Anträge für Kurzarbeit

470.000 zusätzliche Betriebe haben bei den Arbeitsagenturen von Monatsbeginn bis 27. März Anträge auf Kurzarbeit eingereicht; 20 Mal mehr, als der bisherige Rekordzuwachs während der Weltwirtschafts- und Finanzkrise 2008 bis 2014 betrug. Die endgültigen März-Zahlen könnten über der 500.000-Marke liegen. Der hohe Anstieg der Kurzarbeiterzahlen ist eine hauptsächliche Methode der Betriebe zur Abwälzung der Lasten der gegenwärtigen Weltwirtschafts- und Finanzkrise sowie der Corona-Krise auf die Arbeiter und auf die breiten Massen. Verbunden ist das mit erheblichen Lohneinbußen von bis zu 33 Prozent (bei Beschäftigten mit Kindern) beziehungsweise 40 Prozent (bei Beschäftigten ohne Kinder). Die Regierung hat die Möglichkeiten zur Genehmigung von Kurzarbeit für die Betriebe erst kürzlich erweitert. Welche gigantische Subventionierung der Konzerne damit verbunden ist, verdeutlicht Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit. Als Richtwert gelte, dass man für 100.000 Kurzarbeiter bei einem Ausfall von lediglich 50 Prozent der Arbeitszeit etwa 79 Millionen Euro pro Monat auszahle.