Argument

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Schutzmasken – eine zweckmotivierte Diskussion

In den letzten Tagen wird in den breit darüber diskutiert, ob ein viel größerer Einsatz von Schutzmasken die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen könne.

Von lg

Doch ist diese Diskussion nicht von der gewünschten Sachlichkeit geprägt. Vielmehr sagt Jens Spahn offen: "Zum jetzigen Zeitpunkt, wo wir den Mangel weltweit haben, können wir ja jetzt schlechterdings nicht sagen 'Die ganze Bevölkerung soll medizinische Schutzmasken tragen', wo wir nicht mal für Pflegekräfte und Ärzte ausreichend haben", erklärt Gesundheitsminister Jens Spahn" (Zitiert nach tagesschau.de, 4.4.).

 

Im Klartext: Wenn wir nicht genügend Masken haben, können wir auch nicht sagen, dass es besser wäre, sie zu haben. Denn damit würde offensichtlich, dass der beklagte "Mangel" hausgemacht ist durch die konsequente Ausrichtung des Gesundheitswesens auf die Profitmaximierung. Bereits seit Jahren warnen Wissenschaftler davor, dass eine Pandemie eintreten wird. Zahlreiche Länder verpflichteten sich gegenüber der WHO, entsprechend vorzusorgen und sich auszurüsten.

 

Doch so gut wie kein Land dieser Erde hat diese Zusagen eingehalten! Und nun stehen wir vor dem paradoxen Problem, dass es auf der Welt noch nie solch einen akkumulierten Reichtum gab, während es zugleich einen Mangel am Centartikel Schutzmasken für Menschen gibt. Nicht mal die Pflegekräfte und Ärzte verfügen über ausreichend Schutzmasken. Klare Diagnose: Versagen des Kapitalismus auf ganzer Linie.