Berlin

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Verfahrensweisen an der Charité gefährden Personal massiv

Den folgenden Offenen Brief der ver.di-Betriebsgruppe Charité zu den unhaltbaren Zuständen dokumentieren wir gerne:

Korrespondenz

Es ist eine massive Gefährdung des Personals, dass die Charite inzwischen folgende zentrale Verfahrensanweisung erlassen hat: "Bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit bestätigter oder vermuteter COVID 19 ist ein chirurgischer Mund-Nasenschutz zu tragen."

 

Anmerkung dazu: Dieser einfachste chirurgische Mund-Nasenschutz der Stufe 1 schützt wie bekannt nur ungenügend vor Infektionsübertragung - insbesondere auf dessen Träger, also das medizinische Personal.

Verharmlosung des Risikos

Und weiter: Erst "bei der Durchführung von Aerosol erzeugenden Prozeduren ist eine FFP2-Maske zu tragen". Was ist das für eine Verharmlosung? Es ist bekannt, dass über Tröpfcheninfektion Corona übertragen wird und nicht erst zum Beispiel beim Absaugen beatmeter Patienten.

 

Und dann weiter: "Beschäftigte, die keinen Patientenkontakt haben, aber Arbeiten duchführen, die einen Zwei-Meter-Abstand zu anderen Beschäftigten nicht zulassen (Beispiel: Küche, Verwaltung ) können bei Bedarf während der gesamten Schicht einen waschbaren Mund-Nasenschutz aus Stoff mit Filtereinlage tragen."

Beschäftigte sind empört

Da fragt man sich: warum gibt es kein Homeoffice, warum sollen die Kollegen in der Küche waschbare Stoffmasken tragen? Fakt ist, dass oftmals selbst diese völlig fahrlässigen Anweisungen nicht möglich sind, weil in vielen Bereichen das Schutzmaterial, also vor allem der Stufe FFP2 und FFP3, gar nicht vorhanden ist. Die Beschäftigten sind empört und wollen mit einer Videokonferenz beraten, wie sie sich wehren können.

 

Mehr dazu in einer Korrespondenz aus Recklinghausen: "Protest! Krankenhauspersonal soll Corona-Patienten ohne geeignete Schutzmasken behandeln"