Gesetzesänderung

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12,5 Stunden-Schichten fürs Pflegepersonal möglich

Das Uniklinikum Essen plant bei einer Verschärfung der Corona-Krise in einigen Pflegebereichen 12,5-Stunden-Schichten einzuführen, inklusive einer Pause von 45 Minuten.

Korrespondenz
12,5 Stunden-Schichten fürs Pflegepersonal möglich
Foto: Bokskapet / Pixabay

Solche langen Schichten sind jetzt möglich, nachdem die Bundesregierung und in der Folge auch die Bezirksregierung Düsseldorf mit einer Covid-19-Arbeitszeitverordnung das Arbeitszeitgesetz teilweise außer Kraft gesetzt hat. Hier wird die Corona-Krise ausgenutzt und können Arbeitszeiten ausgeweitet werden auf bis zu zwölf Stunden. Ruhezeiten können auf bis zu neun Stunden verkürzt werden. Angeblich soll das der beste Weg zur Behandlung schwerkranker Covid-19-Patienten sein.

So weit geht die "Dankbarkeit" doch nicht

Nicht wenige der betroffenen Kolleginnen und Kollegen sehen das anders und der Personalrat hat die Maßnahme abgelehnt. Sie halten die 12,5-Stunden-Schichten für ungesund, da gerade die Kolleginnen und Kollegen dort überwiegend in voller Schutzkleidung arbeiten müssen, was ohnehin zusätzlich anstrengend ist. Außerdem ist es oft so, dass auch die Pausen nicht ordnungsgemäß eingehalten werden können, was schon unter „normalen“ Arbeitsbedingungen in der Pflege so ist.

 

Deshalb fordert der Personalrat die grundsätzliche Bezahlung der Pausen. Auch eine Dienstvereinbarung über weitere Punkte für die Fürsorge und Wertschätzung von uns Beschäftigten während der Corona-Krise wurde von der Klinikleitung abgelehnt. So weit geht die "Dankbarkeit" für unseren Einsatz dann eben doch nicht.