Jena

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Radikale Ausgangssperre - und ein Spaziergang der anderen Art

Jena findet in den letzten Tagen vermehrt einen Platz in der Presse.

Korrespondenz

Während über die Ausgangsbeschränkungen in Bayern diskutiert wurde, preschte unser Bürgermeister Dr. Thomas Nitzsche (FDP) vor und verhängte am 20. März ein Betretungsverbot für alle öffentlichen Orte (Straßen, Wege, Gehwege, Plätze, Grünflächen, Stadtwald, Parkplätze und Stadtpark) der Stadt Jena, während in Großbetrieben wie bei Zeiss, Jenoptik, Jenapharm ... bis heute weitergearbeitet wird. Also eine radikale Ausgangssperre - nur anders verpackt!

 

Inzwischen gibt es 14 Allgemeinverordnungen. Ein Hoch auf den, der da noch durchblickt! Natürlich gibt es eine Reihe richtiger und guter Initiativen im Kampf gegen die Corona-Pandemie wie die Plakatierung zur Organisierung der Solidarität und Aufklärung durch die Stadt oder das Tragen von Mundschutz, wenn man sich in Geschäften, beim Arzt usw. aufhält.

Stadt musste schon wieder zurückrudern

Aber man wird den Eindruck nicht los, dass Herr Dr. Nitzsche sich als erfolgreicher Krisenmanager profilieren will. Ob ihm das gelingt? Hat er doch nach der kurzzeitigen Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum Ministerpräsidenten von Thüringen mit den Stimmen der AfD diesem herzlich gratuliert. Noch am selben Abend demonstrierten rund 2.000 Menschen durch Jena.

 

Inzwischen musste Herr Dr. Nitzsche in bestimmten Fragen wieder etwas zurückrudern. So dürfen inzwischen zwei Personen wieder zusammen auf die Straße. So nutzten wir die Gelegenheit und machten zusammen einen Spaziergang durch die Stadt. Im Gepäck das Sofortprogramm der MLPD zur Corona-Pandemie, Tesa-Film und Schere - und verschönerten Laternenmasten, Bushaltestellen, Unterführungen und Litfaßsäulen.

 

Der eine oder andere beobachtete uns interessiert, aus gebührendem Abstand, und las sofort, was wir da aufgehängt haben. Eine schöne Abwechslung bei Sonne sowie blauem Himmel und gut gegen Wohnungskoller!