Bosnien

Bosnien

„Die Gesundheitsversorgung ist schlecht ...“

Jedes Jahr verlassen hunderttausende von Fachkräften die Balkan-Region. Besonders stark betroffen ist der medizinische Sektor. In der Corona-Krise verschärft das ein großes Problem.

Korrespondenz
„Die Gesundheitsversorgung ist schlecht ...“
Mittlerweile haben die Aktivistinnen und Aktivisten ein Anästhesie -Gerät mit Beatmungsfunktion kaufen können. Es ist ein älteres Model von Sulla Beatmungsgeräte (rf-foto)

Obwohl die Fallzahlen bisher vergleichsweise niedrig sind, breitet sich das Virus mittlerweile auch im Südosten Europas rasant aus. Auch hier wird von den Regierungen mit Notstandsmaßnahmen reagiert: Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat anfangs noch empfohlen, das Virus mit einem Glas Slivovic zu bekämpfen. Jetzt dürfen die Häuser nachts bereits seit zehn Tagen nicht mehr verlassen werden.

 

Aber die Menschen geben nicht auf! Eine Aktivistin aus der revolutionären Partei Partija Rada aus Bosnien berichtet: „Ein paar Freunde aus der Diaspora und aus Bosnien haben eine Hilfsaktion gestartet. In unserem Kanton haben wir nur fünf Beatmungsgeräte auf ca. 250.000 bis 300.000 Einwohner. Der Name der Aktion ist "Srce za Krajinu", "Herz für die Krajina", weil dieser Staatsteil und unser Kanton "Krajina" genannt wird.

 

Die Gesundheitsversorgung in Bosnien ist schlecht, weil wir zu wenig Ausrüstung, zu wenig medizinisches Personal und zu viel Bürokratie haben. Mit der Aktion werden wir versuchen, so viel wie möglich von der Ausrüstung zu besorgen. Es ist schwer, etwas zu kaufen, weil viele europäische Länder ein Export-Verbot für medizinische Ausrüstungen haben. Und weil die Zeit läuft, wird es noch schwerer sein. In den ersten fünf Tagen der Aktion haben wir unglaubliche 25.000 Euro Spenden gesammelt!“

 

Das Spendenkonto ist:
ERSTE BANK
IBAN: AT 64 2011 1822 6647 5400
BIC: GIBAATWWXXX
Wien, Österreich
Name: Hilfhelfen-pomozi.ba
Verwendungszweck: medizinischehilfsmittel hilfe für Krajina