Sonneberg

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Gedenken zum 75. Jahrestag des Todesmarsches

Am 6. April fand ein Gedenken an den Beginn des Todesmarsches 1945 an der ehemaligen Zahnradfabrik in Sonneberg statt.

Korrespondenz
Gedenken zum 75. Jahrestag des Todesmarsches
Niedergelegtes Blumengebinde mit Schleife (Foto: RF)

Klaus Dimler erinnert: „Häftlinge aus Buchenwald waren in der Zahnradfabrik, die ausschließlich Kriegsproduktion fertigten - unter bestialischen Bedingungen eingesetzt. Heute sind nur noch versteckte Reste eines ehemaligen Wachturms im Wald hinter dem Gedankstein zu finden.

 

Heute vor 75 Jahren wurden die Häftlingen auf den Todesmarsch über Sonneberg, Steinach schließlich Richtung Prag getrieben. Von insgesamt 800 Häftlingen dieser Kolonne überlebten nur 200 die Torturen, die anderen wurden auf dem Weg ermordet.“

 

Verschiedene Gedenksteine erinnern daran, dass sich solche faschistischen Verbrechen niemals wiederholen dürfen. Im Sinne des Schwurs von Buchenwald zogen wir Schlüsse für die heutige Situation. Angesichts der Corona-Pandemie, der heutigen imperialistischen Kriege, der Weltwirtschaftskrise und der zunehmenden Umweltkrise müssen wir uns auf heftige Auseinandersetzungen und Aufstände einstellen.

 

Wir bekundeten, aus allen Fehlern der Geschichte zu lernen und Meinungsverschiedenheiten im Sinne der Sache kameradschaftlich auszutragen. Die Selbstbefreiung von Buchenwald zeigt aber auch, dass sich die Menschen unter schwierigsten Bedingungen organisieren und erfolgreich Widerstand leisten. Davon gilt es genauso für den heute notwendigen Widerstand zu lernen.

 

Heute werden die Menschen mit einer Masse von Informationen aus Fakten, Fehlinformationen zugeschüttet und wir müssen helfen, in diesem Geflecht Kurs zu halten. Was dient der Aufrechterhaltung des kapitalistischen Profitsystems, was zeigt eine Lösung daraus auf? Wie schließen wir uns heute fest zusammen, erarbeiten überzeugende Argumente und lernen in der Zusammenarbeit.

 

Dafür stehen wir heute hier zusammen und wollen das fortsetzen.