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Warum Trump so aggressiv für Hydroxychloroquin wirbt?

Seit Tagen wirbt US-Präsident Donald Trump ganz offensiv und riskant für das Malariamittel Hydroxychloroquin als Wunderwaffe bei Corona-Infektionen und verbot seinem medizinischen Berater Antony Fauci jede Kritik daran.

Von dr
Warum Trump so aggressiv für Hydroxychloroquin wirbt?
Vom Weißen Haus aus werden jetzt auch noch "Deals" und Geschäfte mit dem Leiden der Corona-Infizierten gemacht (foto: gemeinfrei)

Das Mittel wird heute vor allem bei der Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes und bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Bislang gibt es keine abgeschlossene Studie zur Wirksamkeit für das Medikament bei Coronavirus-Infektionen. Es darf in den USA nur unter strenger Kontrolle an schwer Infizierte verabreicht werden. Zu den Nebenwirkungen gehören Herzschäden, was besonders beachtet werden muss, da es immer mehr Berichte über Herzmuskelentzündungen bei Covid-19-Patienten gibt.

 

Nicht nur, dass sich Trump damit als kompetenter Krisenmanager aufspielen will, um von der massiven Kritik an ihm abzulenken. Er und seine Spezies machen richtig Geschäfte damit.Er lässt 29 Millionen Dosen aus Regierungsdepots ausliefern und hat beim faschistoiden Premierminister Narendra Modi aus Indien bereits nachbestellt. Bedient wird Ken Fischer, ein Hauptspender der Republikaner, der größte Anteilseigner von Sanofi; der frühere Handelssekretär Wilbur Ross, der den Fund Invesco leitet, der wiederum bei Sanofi und Mylan investiert. Sanofi produziert das Medikament Plaquenil mit dem Wirkstoff Hydroxychloroquin. Und nicht zuletzt investiert Trump über den „Drei-Familien-Trust" Dodge & Cox mutual Fund dessen meistes Geld bei Sanofi.

 

Weitere Beziehungen zu anderen Pharmafirmen organisiert sein Schwiegersohn Jared Kushner.¹ Ein schmutziges Geschäft auf dem Rücken der Corona-Patienten, während die Rheumaliga wegen Hamsterkäufen um die Versorgung ihrer Mitglieder fürchtet.