Argument

Argument

Wurde das Gesundheitswesen "kaputtgespart"?

Immer wieder hört man im Zusammenhang mit der aktuellen Gesundheitskrise Begriffe wie „kaputtgespart“ oder Ähnliches. Das geht aber am Thema vorbei.

Von jw / sd

Tatsächlich wurden seit 1991 die Klinikbetten in Deutschland um fast ein Viertel auf 497.200 im Jahr 2017 abgebaut. Aber die die privaten Träger konnten dabei ihren Anteil von 21,7 Prozent im Jahr 2000 auf rund 37 Prozent der Häuser im Jahr 2017 ausbauen.

 

Die MLPD spricht deshalb von einer Privatisierung und Kommerzialisierung des Gesundheitssystem. Wenn es um Profite geht, wird nicht „gespart“. Aktuell wird jedes freigehaltene Bett pauschal mit 560 Euro pro Tag vergütet. Kein Wunder, dass der Fresenius-Konzern sofort die Bereitstellung zusätzlicher 600 Intensivbetten angekündigt hat, zu seinen bisher 900.


Natürlich muss mehr Geld in die öffentlichen Kliniken fließen. Aber ein Gesundheitssystem, in dem wirklich die Gesundheit der Bevölkerung im Zentrum steht – wie es sich auch die Hunderttausenden Beschäftigten in den Kliniken wünschen – erfordert sozialistische Eigentums- und Machtverhältnisse.