Russland

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Drastische Preiserhöhungen für Gesundheitsprodukte

Vertreter des Jugendverbands Komsomol aus Krasnojarsk (Sibirien) schreiben:

Von Jugendverband Komsomol in Krasnojarsk, Sibirien

Liebe Genossen, die Situation in Russland ist schwierig, auch wenn die Verbreitung des Coronovirus nach offiziellen Angaben nicht kritisch ist.

 

Allerdings wird davon ausgegangen, dass die Regierung die wahre Zahl der Fälle dieses Virus verschweigt. Die gesundheitliche Situation lässt deutlich zu wünschen übrig. Es besteht ein akuter Mangel an Ärzten für Infektionskrankheiten und an Lungenärzten - ebenso an persönlicher Schutzausrüstung wie Anzügen und Masken.

 

Für normale Einwohner gibt es keine Möglichkeit, eine medizinische Maske in einer Apotheke zu kaufen, und da Masken nicht zum Verkauf stehen, sind ihre Kosten um das bis zu Zwanzigfache gestiegen. Auch große Lebensmittelhersteller haben ihren Preis um zehn bis 20 Prozent erhöht.

 

Brot und Zucker werden immer teurer, die Kosten für Benzin haben sich trotz des Rückgangs der Ölpreise nicht verändert, Benzin bleibt, da es teuer war, auch weiterhin teuer. Die Lage in Bezug auf die Arbeitslosigkeit verschlechtert sich. Etwa ein Drittel der Privatunternehmer haben ihre Beschäftigten entlassen oder schickten sie in unbezahlten Urlaub, so dass diese keine Existenzgrundlage mehr haben.

 

Die Regierung gewährt den Arbeitslosen praktisch keine Unterstützung, da die meisten Arbeitslosen jeden Monat Leistungen in Höhe von 1500 Rubel erhalten, was 22 Dollar pro Monat entspricht. Die maximale Höhe des monatlichen Arbeitslosengeldes beträgt heute etwa 12.000 Rubel, also etwa 175 Dollar im Monat, aber nur wenige Arbeitslose können es erhalten, und dann nur für drei Monate. Danach wird die Höhe der Leistung reduziert.