Gelsenkirchen

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Protest gegen unmenschliche Flüchtlingspolitik der Regierung

Auch die MLPD Gelsenkirchen-Horst/Nord schloss sich dem Aufruf von Solidarität International an. Deshalb zogen wir unsere tägliche Corona-Solidaritäts- und Protestaktion am Straßenrand vor der Horster Mitte um eine Stunde auf 17 Uhr vor und führten sie mit Mitgliedern von Solidarität International zusammen durch.

Korrespondenz
Protest gegen unmenschliche Flüchtlingspolitik der Regierung
Alassa Mfouapon beim Vortrag der "Ode an die Freude" (Foto: RF)

Wir hießen die 42 Kinder und fünf Jugendliche aus Moria in Deutschland ganz herzlich willkommen und griffen die unmenschliche Politik der Bundesregierung an, über 40.000 Menschen in den todbringenden Lagern lassen zu wollen.

 

Wie immer verbanden wir Solidarität und Dank an alle, die Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung wie auch die Sauberkeit in diesen Einrichtungen aufrechterhalten, den öffentlichen Nahverkehr und die Müllabfuhr am Laufen halten, mit politischen Beiträgen. Wir bringen immer neue Argumente gegen die Regierungspolitik, die unter dem Deckmantel der Corona-Gesundheitskrise die Lasten der Weltwirtschafts- und Finanzkrise auf die Massen abwälzen und Protest durch politische Unterdrückungsmaßnahmen verhindern will.

Viele Arbeiter sollen ab Montag wieder "normal" antreten

Dazu trug diesmal auch Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD und ebenfalls SI-Mitglied, bei. Sie griff die angesprochenen Fragen auf, vertiefte sie und attackierte, dass der Regierung bei ihren großen Reden von Gesundheitsvorsorge, der Gesundheitsschutz der Arbeiter, die ab Montag wieder "normal" zur Schicht antreten sollen, völlig egal ist.

 

Gleichzeitig stellten wir heute praktisch unter Beweis, dass so eine Aktion unter strikter Einhaltung der Gesundheitsschutzregeln möglich ist. Die Zahl der Teilnehmer vergrößerte sich schrittweise - trotzdem standen nie mehr als zwei Menschen zusammen und der Zwei-Meter-Abstand wurde diszipliniert eingehalten.

"Ode an die Freude"

Die Aktion war von SI und dem Freundeskreis Alassa & Friends ausgerichtet und so freute es uns besonders, dass Alassa Mfouapon selbst dabei war. Zu unseren täglichen Solidaritäts- und Protestaktionen gehört auch immer ein Lied. Das war aus dem Anlass der 50 geretteten Kinder die "Ode an die Freude" von Beethoven, die Alassa in drei Sprachen sang.

 

Es gab weitere Einzelaktionen vor dem Hans-Sachs-Haus, auf der Kirchentreppe beim Heinrich-König-Platz und vor dem "Treff International".