Pressekonferenz

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Die kreativen "Alltagsmasken" der Bundeskanzlerin

Bei ihrer gestrigen Beratung hat sich die Bundesregierung mit den Landesregierungen auf weitergehende Beschlüsse geeinigt, die bisher kaum öffentlich bekannt sind. Sie betreffen auch die Frage des notwendigen Einsatzes von Schutzmasken.

Von lg

Was dazu beschlossen wurde, ist ein Offenbarungseid. Ein Journalist fragt, warum Masken nicht verpflichtend gemacht wurden. Merkel (O-Ton): „Wir müssen ja das, was wir von den Bürgerinnen und Bürgern fordern, auch richtig umsetzen können. Und wir sind jetzt schrittweise mit den Communitymasken oder Alltagsmasken weitergegangen. ...

 

Je mehr sie dann vorhanden sein werden, desto mehr werden wir dann vielleicht auch darüber reden können, bis wann es noch weitere Schritte der Dringlichkeit gibt. Aber jetzt erst einmal sagen wir, wer solche Masken hat und wer sie erhalten kann - die sind ja jeden Tag besser erhältlich -, der soll sie auch nutzen.“

 

Das heißt, die Dringlichkeit richtet sich nach der Verfügbarkeit von Masken. Die Monopole diktieren, was vorhanden ist, und die Politik folgt, indem sie entscheidet, was nachgefragt werden darf und was nicht.

Aus der Not geborene Wortschöpfung

Merkel: „Wir sprechen uns dafür aus, Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen zu tragen.“ Der Begriff „Alltagsmasken“ ist eine neue Begriffsschöpfung. Es gibt nur 80 Millionen medizinische Masken, die das staatliche Robert-Koch-Institut aber empfiehlt. Sie reichen aber nicht für alle Bundesbürger. Also spricht Merkel plötzlich von "Community- und Alltagsmasken".

 

Schmankerl am Rande: Ein Journalist zu Masken: "Frau Merkel, Sie haben von Alltagsmasken gesprochen, sind das die, die sie letztens noch als Virenschleudern bezeichnet haben?" Merkel sinngemäß: Masken müssen gewaschen, gebügelt oder in die Mikrowelle gelegt werden, „auch wenn sich das etwas hausfraulich anhört, das sind die Patentrezepte. Das wird Herr Tschentscher1 gleich noch mal genauer sagen, der sich mit solchen Dingen besser auskennt als ich.“

 

(Grinsen)

 

So kann man kritische Frage auch aus dem Weg gehen!