Spanien

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Militärrecht? Das hat mit Gesundheitsschutz nichts zu tun!

Ein Freund aus Spanien berichtet, welche drastischen Auswirkungen die seit Montag noch strengeren Ausgangsverbote in Spanien haben.

Korrespondenz

Für einen dringend notwendigen Besuch beim Tierarzt hatte er sich eine Bescheinigung des Tierarztes besorgt, zu zweit fuhren sie im Auto zum Arzt. Obwohl sie als Paar Tag und Nacht zusammen verbringen, müssen sie im Auto getrennt vorne und hinten sitzen. Auf dem ganzen Weg standen Polizei- und Militär-Patrouillen und kontrollierten die Autos. Auch sie wurden auf dem Rückweg nach Hause kontrolliert: „Warum kommen Sie jetzt erst zurück? Der Termin beim Arzt war doch schon um XX Uhr!“ Was hat das mit Gesundheitsvorsorge zu tun? Der Freund fühlte sich diszipliniert und gedemütigt und ist empört über solche Maßnahmen.

 

Auch darf man zum Einkaufen nur zum nächsten Supermarkt fahren und muss mit einer drastischen Geldbuße rechnen, wenn man zu dem etwas entfernteren fährt, der aber preiswertere Angebote hat. Wie dienen denn kürzere Fahrten dem Gesundheitsschutz?

 

In der Mallorca Zeitung berichtet ein Leser: „...war heute selbst unterwegs zum Einkaufen. Ganz klar alleine im Auto, mit Tüten auf der Rückbank, nicht wie ein Bauarbeiter gekleidet. Blockierte Kreisel, gut zehn Beamte, Waffe gut sichtbar frei, zwei sichern, einer hält mich an, zwingt mich quasi das Fenster zu öffnen, fragt unhöflich, natürlich ohne sich vorzustellen, wo ich hin wolle. Antwort einkaufen, Wohnort etc., kontrolliert dann noch mein Auto und öffnet den Kofferraum. Was soll das? Militärrecht? Mit welchem Recht, wenn ich mich sehr offensichtlich korrekt verhalte?“

 

Die Menschen werden nicht einfach unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes die Einschränkung ihrer bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten hinnehmen.